Bosch Fachkräfteprogramm: Ingenieur auch ohne Studium

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Bosch bereitet seine Facharbeiter auf die Anforderungen der vernetzten Arbeitswelt vor und baut dazu sein Facharbeiter-Förderprogramm in Deutschland aus: Künftig qualifiziert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Mitarbeiter ohne Studium auch für IT- und kaufmännische Tätigkeiten, die gewöhnlich einen akademischen Abschluss voraussetzen. Bosch bietet seit 1999 mit dem zweijährigen Förderprogramm bereits technischen Fachkräften die Chance, ingenieursnahe Aufgaben übernehmen zu können. Ziel des Ausbaus ist es, den steigenden Bedarf an Softwarekompetenz zu decken und Mitarbeiter beispielsweise auf Tätigkeiten in der vernetzten Produktion, der so genannten Industrie 4.0, vorzubereiten. Gut 80 Fachkräfte gehören dem neuen Ausbildungsjahrgang an, darunter zehn Frauen. Insgesamt absolvierten seit Beginn rund 700 Teilnehmer das Programm.

Das künftige ‚Fachkräfte-Förderprogramm‘ richtet sich an Mitarbeiter ohne Studium, die eine hohe fachliche Qualifikation und Interesse an einer umfangreichen beruflichen Weiterentwicklung mitbringen. „Die Ausbildung dauert rund zwei Jahre und besteht aus 50 Schulungstagen“, ergänzt Siegfried Czock, verantwortlich für Aus- und Weiterbildung bei Bosch. „Davon leisten die Teilnehmer 20 Tage in ihrer Freizeit, etwa in Wochenendseminaren“. Laut Czock werden neben der Fach- und Methodenkompetenz (unter anderem Qualitäts- und Prozessmanagement, Arbeitstechniken) auch übergreifende Methoden- und Sozialkompetenzen (zum Beispiel Projektmanagement, Moderation, Fremdsprachen) vermittelt. Zum Abschluss fertigen die Mitarbeiter eine schriftliche Projektarbeit zu Themen an wie etwa Prozessoptimierung, Fehleranalyse oder Energiemanagement. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2015

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