Brose Gruppe steigt auch bei Elektrofahrrädern ein

Die Brose Gruppe hat im Geschäftsjahr 2014 mit einem Wachstum von 10 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro den bislang höchsten Umsatz der Firmengeschichte erreicht. Dazu beigetragen haben alle drei großen Automobilmärkte Westeuropa, Nordamerika und China. 2014 investierte das Familienunternehmen 360 Millionen Euro, schwerpunktmäßig in den Aufbau neuer Werke in Bremen, Melfi (Italien), East London (Südafrika), New Boston (USA) und in das Headquarters in Shanghai. Jürgen Otto, Vorsitzender der Brose-Geschäftsführung, erwartet auch für das kommende Jahr eine Geschäftsausweitung von 10 Prozent.
Das Unternehmen plant bis 2017 Investitionen von fast einer Milliarde Euro, vor allem für den Ausbau der europäischen Standorte. 25 Prozent entfallen auf Asien und 15 Prozent auf Nordamerika. Ein neues Geschäftsfeld hat sich die Brose Gruppe mit ihrer Erfahrung bei Elektromotoren für die Automobilindustrie geschaffen. Das Unternehmen entwickelte ein Antriebskonzept für Elektrofahrräder, das sich vollständig in den Fahrradrahmen integrieren lässt. Produktionsstart war im Juli 2014. Ab Frühjahr 2015 werden die ersten e-Bikes in den Handel kommen. Brose ist damit der einzige Hersteller, der einen Fahrradmotor mit Elektronik „Made in Germany“ anbietet.

Mit einem Wachstum von über 20 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro hat sich der Produktbereich Sitzsysteme 2ß14 im Vergleich zum Vorjahr am stärksten entwickelt. Das Türsystemgeschäft blieb auf hohem Niveau stabil (2,7 Milliarden Euro) und die Motorensparte wuchs auf 1,3 Milliarden Euro. Von der positiven Entwicklung profitierte auch das Umfeld der fränkischen Brose-Standorte Coburg, Hallstadt und Würzburg. 2014 wurden hier insgesamt rund 88 Millionen Euro investiert, vorwiegend in Produktionsanlagen. Zum Jahresende waren 6970 Mitarbeiter tätig (+3,6 Prozent), darunter 295 Auszubildende. Die Zahl der weltweit Beschäftigten stieg um 1230 auf rund 23 000. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für die Qualifizierung der Mitarbeiter betrugen 2014 rund 8 Prozent vom Umsatz.

Nordamerika und Asien haben für Brose weiter an Bedeutung gewonnen. Das Familienunternehmen erzielt bereits die Hälfte des Umsatzes in diesen Wachstumsregionen. In Mexiko und China wird in weitere, strategisch wichtige Standorte investieren. Neue Werke entstehen 2015 Werke in Osteuropa und Brasilien. Die Produktionskapazitäten in Coventry (England) und im chinesischen Changchun werden ausgebaut. (ampnet/Sm)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 31. Dezember 2014

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