Daimler Nutzfahrzeuge eröffnet Regionalzentren in Afrika

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Vier Monate nach Eröffnung des ersten Regional Center für Nutzfahrzeuge in Dubai treibt Daimler Trucks die Regionalisierung seiner Vertriebs- und Serviceorganisation in wichtigen Wachstumsregionen weiter voran. Mit Daimler Commercial Vehicles Africa (DCV Africa) für Ost-, Zentral- und Westafrika sowie dem Regional Center Southern Africa (RCSA) für das südliche Afrika nehmen zwei weitere von insgesamt sechs regionalen Vertriebszentren ihre Arbeit auf. Die Gesellschaften steuern künftig markenübergreifend den Vertrieb und Service der Nutzfahrzeugsparten in insgesamt 50 afrikanischen Märkten. Bislang hatte Daimler diese Regionen primär aus der Stuttgarter Konzernzentrale heraus betreut.

Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks & Buses sagt: „Durch stärkere lokale Präsenz erschließen wir künftig das Potenzial dieser aufstrebenden Länder noch besser. Wir werden den afrikanischen Kontinent nicht unseren Wettbewerbern überlassen, sondern für die Märkte in Afrika maßgeschneiderte Produkte anbieten.“

DCV Africa mit Sitz in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zeichnet künftig für das gesamte Nutzfahrzeugportfolio von leichten bis schweren Lkw wie auch von Mini- bis großen Touristenbussen in Ost-, Zentral- und Westafrika verantwortlich. Der Vertrieb umfasst Lkw der Marken Mercedes-Benz und Fuso sowie Mercedes-Benz Busse.

Die Region Ost-, Zentral- und Westafrika umfasst 41 Märkte, darunter Kenia, Nigeria, Tansania, Kamerun und Ghana; sie zählt insgesamt 770 Millionen Einwohner und bietet langfristig hohes Wachstumspotenzial: 68 Prozent der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt – nirgendwo sonst auf der Welt ist dieser Anteil höher. Nach einem Jahrzehnt mit Wachstumsraten von jährlich rund fünf Prozent erwarten Experten für 2016 einen Zuwachs von etwa vier Prozent in dieser Region. Weiterer Beleg für die dynamische Entwicklung der rohstoffreichen Region sind die ausländischen Direktinvestitionen. Sie haben sich seit dem Jahr 2000 versechsfacht. Analog zur wachsenden Gesamtwirtschaft ist davon auszugehen, dass sich auch der Transportsektor und damit die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen positiv entwickeln werden. Im Jahr 2015 verkaufte Daimler rund 5900 Nutzfahrzeuge in der Region.

Eine ähnliche Dynamik versprechen sich Marktbeobachter von der Region südliches Afrika. Zu ihr gehören neun Länder wie beispielsweise Südafrika, Namibia oder Botswana. Experten erwarten 2016 ein Wirtschaftswachstum von 3,75 Prozent für das südliche Afrika; für das Ende des Jahrzehnts wird ein jährliches Wachstums von mehr als 4,5 Prozent prognostiziert. Nach wie vor sind in der Region wichtige Bodenschätze wie Kupfer, Öl und Gas vorhanden. Entsprechend groß ist das Potenzial für das RCSA: Es verantwortet Vertrieb und Service vom leichten Lkw Fuso Canter bis hin zum Schwer-Lkw Mercedes-Benz Actros. Auch Lkw der Marken Freightliner und Western Star sowie Fahrzeuge von Mercedes-Benz Vans gehören zum Produktportfolio.Letztes Jahr setzte Daimler in der Region rund 5500 Nutzfahrzeuge ab.

Mit der Gründung der sechs Regionalzentren fokussiert sich Daimler noch stärker auf die regionalen Kundenanforderungen des Nutzfahrzeuggeschäfts – und zwar vor Ort. Bereits seit Oktober steuert Daimler seine Nutzfahrzeugaktivitäten in der Region Middle East & North Africa (MENA) aus einem regionalen Vertriebscenter vor Ort. Von Dubai aus betreut die Daimler Commercial Vehicles Middle East & North Africa FZE (DCV MENA) 19 Länder – von Marokko bis Pakistan. Die Gesellschaft ist in der Region für das Geschäft mit dem gesamten Nutzfahrzeugportfolio des Konzerns verantwortlich – vom Stadt-Transporter Mercedes-Benz Citan bis zum Schwer-Lkw Mercedes-Benz Actros. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 24. Februar 2016

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