Daimler-Spendenaktion von 250.000 Euro ermöglicht Hilfsflug für Syrien-Flüchtlinge

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Die jüngste Daimler-Spendenaktion für Syrienflüchtlinge übertrifft alle Erwartungen. In einer gemeinsamen Initiative von Mitarbeitern und Unternehmen hatte die Daimler AG zugesagt, die Belegschaftsspenden zu verdoppeln. Das Ziel war ursprünglich, auf diese Weise etwa 63.000 Euro für 200 Zelte aufzubringen. Nun fiel das Ergebnis sehr viel höher aus: Rund 250.000 Euro kamen bei der Hilfsmaßnahme zusammen. Die Mitarbeiter hatten 121.073 Euro gespendet und Daimler verdoppelt den Betrag mit mindestens 125.000 Euro.

Das gestern nach Erbil im Nordirak gestartete und von Luftfahrt ohne Grenzen e.V. organisierte Hilfsflugzeug hatte – neben anderer Ausrüstung – deshalb auch reichlich „Daimler-Gepäck“ an Bord. Mit der Spende ließen sich im ersten Schritt finanzieren: 210 Zelte, zehn große Versorgungszelte, 1.600 Decken sowie reichlich winterfeste Kleidung und Medikamente.

„Die Hilfsbereitschaft unserer Mitarbeiter übertrifft alle unsere Erwartungen“, betonte Dr. Wolfgang Bernhard, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Schirmherr der Spendenaktion. „Ich bin sehr stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen, die sich für Menschen in Not derart einsetzen. Angesichts dieses tollen Engagements hat Daimler die Spendensumme gerne verdoppelt. Gemeinsam ermöglichen wir nun sogar einen zusätzlichen Hilfsflug – das freut mich ganz besonders.“

Weil die Spendensumme so hoch ausfiel, ist mit diesem Hilfsflug erst die Hälfte des Geldes investiert. Noch mehr Daimler-Hilfsgüter fanden an Bord aber keinen Platz. Luftfahrt ohne Grenzen e.V. und Daimler haben deshalb beschlossen, dass es einen weiteren Versorgungsflug geben wird. Die Maschine wird Anfang Februar abheben und wie heute von Frankfurt/Main aus die nordirakische Stadt Erbil ansteuern.

Dort wird die Ausrüstung dringend gebraucht. Vor Bürgerkrieg und Terror sind mehr als drei Millionen Menschen aus Syrien in die Nachbarstaaten geflohen – auch in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak. Etwa eine Million Flüchtlinge, schätzt das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR, ist für winterliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht gerüstet. Viele Familien haben ihre Heimat nur mit dem verlassen, was sie am Leib trugen. Gerade Kinder besitzen oft weder Schuhe noch warme Jacken. (dpp-AutoReporter/hhg)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 27. Dezember 2014

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