Der „zu geringe Abstand“ muss kein „Dauerzustand“ gewesen sein

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Eine Verkehrsbehörde kann bereits dann eine „Abstandsunterschreitung“ als Verkehrsordnungswidrigkeit ahnden, wenn ein Autofahrer „zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Fahrt objektiv pflichtwidrig und subjektiv vorwerfbar“ den in der Bußgeldvorschrift gewährten Abstand unterschritten hat. Ihm muss also nicht ein zu dichtes Auffahren auf den Vordermann von 400 Metern nachgewiesen werden. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte deshalb die Entscheidung der Vorinstanz, in der es um eine Fahrt auf der A2 mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h, die einen Abstand von 62 Metern erforderlich gemacht hätte; der Fahrer befand sich aber nur 17 Meter hinter dem vorderen Fahrzeug. 160 Euro Geldbuße und ein Monat Fahrverbot waren die Folge. (OLG Hamm, 3 RBs 264/14) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. Juni 2015

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