Drive-E Studienpreis

Der DRIVE-E Studienpreis ist eine Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Fraunhofer-Gesellschaft. Jedes Jahr werden innovative studentische Arbeiten rund um die Elektromobilität ausgezeichnet.

In der Kategorie „Projekt- und Bachelorarbeiten“ erreichte Tino Megner den mit 4.000 Euro dotierten ersten Platz. Die Verleihung fand am 13. Juni in Braunschweig statt.

Gleich fünf Nachwuchswissenschaftler durften sich in diesem Jahr über einen DRIVE-E-Studienpreis für ihre eingereichten Arbeiten rund um die Elektromobilität freuen. Sie erhielten die Auszeichnung in der „Dornse“ des Braunschweiger Altstadtrathauses. Staatssekretär Georg Schütte aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zeigte sich beeindruckt von den diesjährigen Einreichungen: „Mit ihren Arbeiten haben die Preisträger bewiesen, welche Innovationskraft in Deutschlands jungen Köpfen steckt. Ihre Ideen haben sie außergewöhnlich gut zu Papier gebracht – und das möchten wir mit den DRIVE-E-Studienpreisen würdigen“, erklärte er im Vorfeld der Festveranstaltung. Das Bundesforschungsministerium lobt gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft seit 2009 die DRIVE-E-Studienpreise aus.

Drive-E Studienpreis auf einen Blick

Wer darf Teilnehmen?

  • Bachelor-, Master- und Diplom-Studierende
  • Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler
  • Absolventen von Fachhochschulen, Universitäten und anderen Hochschulen

Studienrichtungen oder -fächer:

  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik
  • Mechatronik
  • Physik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • verwandte Studienrichtungen / -fächer

Themengebiete:

  • Elektrischer Antriebsstrang
  • Energiespeicher
  • Netzintegration
  • Fahrzeugkonzepte
  • Fahrstrategien
  • Energiemanagement Gesamtfahrzeug

Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen sowie Studierende mit ihren Arbeiten aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Mechatronik oder verwandten technischen, natur- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen. Eine Fachjury bewertet die Arbeiten und wählt die Gewinner aus. Die Preise die man gewinnen kann, gehen von 3000 bis 6000 Euro. Mehr zum DRIVE-E-Studienpreis auf der offiziellen Webseite.

Drive-E Studienpreis Auszeichnung
Fünf Wissenschaftler erhielten einen „Drive-E-Studienpreis“ für ihre Arbeiten rund um die Elektromobilität. Tino Megner (dritter von rechts) Foto: Drive-E/Isabell Massel

Die Arbeit von Tino Megner

Tino Megner forschte zum Konzept der Lenkkraftunterstützung. Herr Megner erhielt den mit 4000 Euro dotierten ersten Preis für seine Bachelorarbeit. Im Gegensatz zu heutigen Fahrzeugen, bei denen die Lenkkraftunterstützung durch Hilfssysteme an Bord realisiert wird, soll dem Fahrer das Lenken durch eine geschickte Regelung der radselektiven Elektromotoren an der Vorderachse erleichtert werden. „Inhalt meiner Bachelorarbeit war die energetische Bewertung dieses Konzeptes. Vereinfachend lässt sich das Ergebnis darauf herunter brechen, dass das Konzept von e²-Lenk Potential zur Energieeinsparung und somit Reichweitenerhöhung des Elektrofahrzeuges bietet“, sagt Megner. Es handelt sich um das erste gemeinsame, öffentlich geförderte Projekt im Rahmen der Forschungskooperation SHARE (Schaeffler Hub for Automotive Research in E-Mobility) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zwischen Schaeffler und dem KIT.

Aufgrund der Exzellenz der eingereichten Arbeiten beschloss die, den zweiten Preis in der Kategorie der Masterarbeiten zweimal zu vergeben: Tobias Englert von der Universität Ulm beschrieb Lösungen für das Energiemanagement von Elektrofahrzeugen, um die Reichweite zu steigern. Henning Schillingmann von der Technischen Universität Braunschweig analysierte in seiner Arbeit systematisch die Auslegung eines Elektromotors, der die Ansprüche eines Mittelklassefahrzeugs erfüllen muss, und bestimmte seine Parameter. Beide Preisträger erhalten je 2500 Euro.

Der zweite Preis in der Kategorie der Studien- und Bachelorarbeiten geht nach Baden- Württemberg: Jan Nägelkrämer von der Universität Stuttgart erhielt die Urkunde zusammen mit 2000 Euro Preisgeld für seine Arbeit, in der er sich mit der Frage beschäftigte, wie das Beschleunigungsvermögen durch eine optimierte Betriebsstrategie konstant hoch gehalten werden kann, ohne dass die Elektromotoren überhitzen.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 15. November 2016

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