Immer mehr Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen

Mehr als eine Million Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb sind heute schon auf Deutschlands Straßen unterwegs. Zum einen sind diese das Ergebnis der Forschung und des Fortschritts. Zum anderen jedoch ebenso einer fördernden Industriepolitik. Dazu passt, dass gerade die Traditionsunternehmen in der Automobilindustrie immer mehr Fahrzeuge auf einen rein elektrischen Antrieb umstellen.

Elektromobilität im Fokus

Elektromobilität hat viele Facetten und bildet den zentralen Baustein für die Erreichung der Klimaziele auf dem Verkehrssektor. Bereits bei Fahrrädern ist der E-Motor kaum mehr wegzudenken. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein neues Elektrofahrrad auf den Markt kommt oder ein Start-up versucht, via Crowdfunding-Plattform Geld für die Realisierung eines solchen zu bekommen. Im Automobilsektor hingegen zeigen sich vor allem Volkswagen mit dem VW Up und dem VW ID.3 sowie das Tesla Model 3 dominant. Sie gehören zu den meistgefahrenen Elektrofahrzeugen in der Bundesrepublik Deutschland.

Doch auch BMW und Daimler wollen in der Zukunft auf das „Elektronische Zeitalter“ setzen. So planen die Bayerischen Motoren Werke bis 2030 etwa 70 Prozent ihres Pkw-Absatzes als reine Elektrofahrzeuge. Ebenso sieht die Zukunft von Daimler aus. Auch hier plant der Konzern mit der „Electric First“ Strategie nur noch Personenkraftwagen, die mit aktuellen Elektroaggregaten ausgestattet sind. Eines dieser Modelle ist der Mercedes EQ. Mit diesem setzten die Stuttgarter ihren Einstieg in die Elektrofahrzeug-Produktion um und liefern gleichzeitig neue Maßstäbe für die Zukunft. Unter dem Motto „Intelligente Elektromobilität“ stellt das Unternehmen gleich eine Reihe von Fahrzeugen vor. Hierzu zählen neben den EQA, EQB und EQC ebenfalls der eSprinter, der eVito sowie die Großraumlimousine EQV.

Anreize und Infrastruktur

Neben der Elektromobilität ist der Schlüssel für das energieeffiziente Fahren allerdings die vorhandene Lade-Infrastruktur. Diese muss in den kommenden Jahren deutlich erweitert werden. Bisher stehen Fahrern von Elektrofahrzeugen bereits mehr als 43.000 Ladepunkte zur Wahl, die öffentlich zugänglich sind. Unter diesen finden sich immerhin bereits mehr als 6.000 Schnellladepunkte. Dieses Netz soll bis ins Jahr 2030 massiv erweitert werden. Es soll dann ausreichend Kapazität bieten, zwischen sieben und zehn Millionen Elektrofahrzeugen eine Ladeoption zu bieten. Die Bundesregierung sieht dabei eine gezielte Förderung vor und eine aktive Koordination zwischen Kommunen, Ländern und der Industrie, um eine flächendeckende Lade-Infrastruktur zu sichern.

Ab dem 1. Juli 2023 bereits wird vor allem die Nutzerfreundlichkeit an den Ladesäulen verbessert. Denn ab dann ist es Nutzern möglich, die hier anfallenden Kosten umgehend über ein einheitliches Bezahlsystem zu begleichen. Möglich machen soll dies das kontaktlose Bezahlen mit Kredit- und Debitkarten. Das klingt bereits sehr gut, muss jedoch erst noch durch den Bundesrat abgesegnet werden, da es sich hierbei um eine Änderung der Ladesäulenverordnung handelt.

Damit der Übergang vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität möglichst problemlos vonstattengehen kann, werden einige Anreize geboten. So wird es neben dem Ausbau des Ladesäulennetzes ebenfalls weitere Steuererleichterungen für Käufer und Besitzer von Elektrofahrzeugen geben. Zudem ist geplant, die Investitionen für die Produktion von Batteriezellen zu verdoppeln. Gleiches gilt im Übrigen für den Bundesanteil im Umweltbonus. Insgesamt bietet sich insbesondere mit der Förderung der Elektromobilität im Allgemeinen als auch in der Umsetzung der Lade-Infrastruktur sowie der Produktion von Elektrofahrzeugen eine große Chance, um viele neue Arbeitsplätze zu schaffen. Hinzu kommt selbstverständlich die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.

Die meisten Elektroautos kommen nicht von Tesla

Renault setzt bereits seit 2011 konsequent auf Elektromobilität und verfügt heute als einziger Hersteller über eine alltagstaugliche und umweltschonende Modellpalette. 2017 ergänzt der rein elektrische Transporter Master Z.E. das Angebot. Die Kompaktlimousine ZOE und der Transporter Kangoo Z.E. erzielen dank neuer Batterien nochmals eine größere Reichweite. Die stetige Weiterentwicklung sichert dem Hersteller seit Jahren eine hervorragende Position auf dem deutschen und europäischen Markt. Renault ist mit 22,8 Prozent Marktanteil in Deutschland die Nummer eins unter den Anbietern für Elektroautos. Das entspricht einem Zuwachs von 51,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch international behauptete die Renault-Nissan Allianz ihre Topposition und verkaufte mehr Elektrofahrzeuge als jeder andere Hersteller. Kumuliert setzten die Allianzpartner seit 2010 bereits knapp 425.000 Elektrofahrzeuge weltweit ab.

Foto: Renault Elektroautos
Im Gegensatz zu den Elektrostudien vieler anderer Autohersteller, gibt es die Elektrofahrzeuge von Renault jetzt schon zu kaufen: Twizy, ZOE, Kangoo Z.E. und den Lieferwagen Master Z.E.

Staatliches Programm fördert Elektromobilität

Seit Juli 2016 erhalten Renault Kunden in Deutschland beim Kauf eines ZOE oder eines Kangoo Z.E. jeweils 5.000 Euro Kaufprämie. Das staatliche Förderprogramm für E-Mobilität gilt rückwirkend für einen Kauf seit Mai 2016. Den ZOE gibt es damit bereits ab 17.100 Euro, den Kangoo Z.E. ab 19.157 Euro. Bislang ist auch hier der Renault ZOE Spitzenreiter in Deutschland: Mit 4.355 Förderanträgen verzeichnete das Elektroauto die meisten Anträge für den staatlichen Umweltbonus (Stand: August 2017).

Lithium-Ionen-Batterien als Energielieferant

Die umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge des französischen Automobilherstellers beziehen ihre Energie aus modernen Lithium-Ionen-Batterien. Sie gewährleisten im Vergleich zu herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Akkus eine längere Lebensdauer und je nach Modell eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer. Außerdem wiegen sie deutlich weniger als frühere Batterie-generationen.

Weiterer Vorteil: Lithium-Ionen-Batterien kennen keinen so genannten Memory-Effekt. Dieses Phänomen führte nach wiederholten unvollständigen Ladeprozessen bislang dazu, dass die Ladekapazität sukzessive zurückging. Die von Renault verwendete Batterie verfügt dagegen über den gesamten geplanten Lebenszyklus hinweg über eine Ladekapazität von 80 bis 100 Prozent. Auch ihre Energiedichte ist derjenigen von Nickel-Metallhydrid-Batterien deutlich überlegen.

Besonderes Kennzeichen des Renault Elektroantriebs ist auch seine außerordentlich hohe Energieeffizienz von rund 90 Prozent. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher moderner Pkw-Verbrennungsmotor erzielt einen Wirkungsgrad von nur rund 30 Prozent. Der Elektromotor verfügt über eine konstante Untersetzung. Auf ein herkömmliches Getriebe kann wegen des konstant hohen Drehmoments des E-Antriebs verzichtet werden. Das spart Gewicht, Kosten und Bauraum.

Batteriemiete zum Pauschalpreis

Komplett neue Wege geht Renault beim Vertrieb seiner Z.E.-Modelle: Der Hersteller trennt den Besitz von Fahrzeug und Batterie. Während Kunden ihr Elektrofahrzeug ganz konventionell kaufen, leasen oder finanzieren können, mieten sie zusätzlich die Lithium-Ionen-Akkus zu einem Pauschalpreis. Dieser beginnt beispielsweise beim ZOE abhängig von der Laufleistung und vom Batterietyp bereits bei 59 Euro pro Monat. Die Batteriemiete umfasst die Garantie einer jederzeit voll funktionstüchtigen Batterie. Andernfalls erfolgt ein kostenloser Austausch. Zusätzlich kümmert sich Renault um das umweltschonende Recycling am Ende des Lebenszyklus.

Alternativ zur Batteriemiete können ZOE und Kangoo Z.E. Kunden den Lithium-Ionen-Akku ihres Elektrofahrzeugs auch kaufen. Die preisliche Differenz zwischen den Versionen Batteriemiete und Batteriekauf beträgt beim Kangoo Z.E. 10.829 Euro und beim ZOE unabhängig von der Kapazität des Akkus 8.000 Euro.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 3. September 2021

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