FCA prüft Übernahmeangebot für Magneti Marelli

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Fiat-Chrysler Automobiles (FCA) prüft den Verkauf des zum Konzern gehörenden Zulieferer Magneti Marelli. Der Deal würde dem Autobauer Milliarden für die laufende Expansionsstrategie in die Kasse spülen, so IHS Automotive.

Wie Reuters unter Berufung auf FCA und Banken-Kreise schreibt, lägen dem italienisch-amerikanischen Autokonzern gleich mehrere Angebote für den traditionsreichen Zulieferer vor berichtet das Branchenblatt „Automobil Produktion“. Abgegeben worden seien diese von unterschiedlichen Investorengruppen, die den Kauf mit weiteren Unternehmen aus dem Zulieferbereich realisieren wollen. Bei FCA sei noch keine Entscheidung gefallen, die Angebote würden derzeit geprüft. Überraschend käme der Verkauf des vor allem in der Lichtsparte starken Unternehmens mit knapp 37.000 Mitarbeitern nicht. Bereits in der Vergangenheit hatte Unternehmenschef Sergio Marchionne Bereitschaft signalisiert, sich von Konzernbeteiligungen und -besitz außerhalb des Kerngeschäfts zu trennen.

Durch einen Verkauf könnte der Autobauer nach Einschätzung von IHS Automotive wichtige Milliarden zur Realisierung der laufenden Expansionsstrategie generieren. Mit einer Entscheidung über einen Verkauf rechnen die Marktexperten frühestens im Oktober, wenn der Börsengang der Sport- und Luxuswagenmarke Ferrari über die Bühne ist.

Kommt der Verkauf zustande, reiht er sich in die Milliardenübernahmen ein, die derzeit in der Zuliefererszene für Schlagzeilen sorgen. Ausgelöst wurde diese durch die Übernahme von TRW Automotive durch ZF Friedrichshafen. Erst vergangene Woche hatte Magna den Kauf des deutschen Antriebsspezialisten Getrag vermeldet. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2015

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