Ford in Saarlouis: Fünf Millionen Focus und Werksjubiläum

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Der fünfmillionste im Ford-Werk in Saarlouis gebaut Ford Focus ist vom Band gelaufen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Ford Focus Turnier in der Ausstattungsvariante Titanium und in der Farbe Panther-Schwarz, der für den englischen Markt bestimmt ist.

Gleichzeitig begeht das Ford-Werk in diesem Jahr ein Jubiläum: Vor 45 Jahren wurde der saarländische Standort des deutschen Herstellers offiziell eingeweiht. Der Ford Focus wird vor Ort seit 1998 gebaut. „Der Focus ist ein besonders wichtiges Modell für Ford, denn es ist ein Weltauto. Im vergangenen Jahr wurden etwas mehr als eine Million Ford Focus weltweit verkauft – mehr als jedes vierte Fahrzeug davon stammte aus dem Saarland. Entsprechend bedeutend ist für uns auch der Standort, der sich durch eine ausgesprochen hohe Flexibilität und wegweisende Arbeitsorganisation und Logistik auszeichnet“, sagte Karl Anton, Director Manufacturing bei Ford Europa, und damit unter anderem verantwortlich für die deutschen Ford-Fertigungsstätten.

In Saarlouis werden auf einer Fertigungslinie neben der Ford Focus-Limousine auch die Kombi-Variante Turnier sowie der sportliche Ford Focus ST, der rein batterieelektrisch angetriebene Ford Focus Electric sowie die Ford-Modelle C-Max und Grand C-Max gebaut. Die offizielle Einweihung des Ford-Standorts in Saarlouis war am 11. Juni 1970: An diesem Tag unterzeichnete Henry Ford II die Gründungsurkunde für das Ford-Werk. Die Fahrzeugproduktion war bereits zuvor im Januar 1970 gestartet – zunächst mit einer Baurate von 50 Fahrzeugen am Tag, die dann schnell auf 360 Fahrzeuge anstieg und schließlich kurze Zeit nach dem Besuch von Henry Ford II die Zielvorgabe von 600 Einheiten pro Tag erreichte. Aktuell laufen in dem Ford-Werk täglich 1770 Fahrzeuge vom Band. Seit dem Start der Produktion haben mehr als 13,6 Millionen Ford-Fahrzeuge das Werk auf dem Saarlouiser Röderberg verlassen.

Der neue Ford Focus wird in Saarlouis seit Oktober 2014 gebaut, der Marktstart erfolgte noch im gleichen Jahr. Mit seinem ausdrucksstarken Karosserie-Design, dem aufgefrischten Interieur, einem besonders intuitiven Bedienkonzept, 18 neuen oder verbesserten Fahrer-Assistenz-Systemen sowie hochmodernen Motoren konnte er seitdem zahlreiche neue Kunden für sich gewinnen. So wurden im ersten Halbjahr 2015 rund 126.000 Einheiten des Ford Focus in Europa neu zugelassen. Damit wurden 4900 Fahrzeuge des Modells mehr verkauft als im gleichen Zeitraum in 2014 – ein Zuwachs von vier Prozent. Alle diese Fahrzeuge stammten aus dem Ford-Werk in Saarlouis, das europäisches Stammwerk für die Ford-Baureihen Ford Focus und Ford C-Max/Grand C-Max ist. Neben den europäischen Märkten werden auch weiter entfernt gelegene Ziele wie Australien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Südafrika beliefert.

Der Ford Focus knüpft an eine Reihe sehr erfolgreicher Fahrzeuge an, die seit Beginn der Produktion auf dem Saarlouiser Röderberg gebaut worden sind. Den Start machte im Januar 1970 der Ford Escort, von dem bis 1998 insgesamt mehr als sechs Millionen Fahrzeuge produziert wurden. In den Jahren von 1971 bis 1975 lief zudem der Ford Capri vom Band; mit dem Capri RS gab es damals bereits ein sportliches Pendant zur neuen Generation des Ford Focus RS, dessen Produktionsstart noch in 2015 ansteht. Von 1976 bis 1980 war Ford in Saarlouis zudem auch Produktionsstandort des Ford Fiesta – in dem Zeitraum wurde der beliebte Kleinwagen mehr als 700.000 Mal gebaut. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2015

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