Formel 1: Renault kauft Lotus F1-Team und startet ab 2016

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Der 12-fache Konstrukteursweltmeister Renault steigt 2016 mit einem eigenen Team wieder in die Formel 1 ein. Renault und Lotus F1 sind seit 15 Jahren eng miteinander verbunden und hatten 2005 und 2006 die Formel-1-Weltmeisterschaft gemeinsam gewonnen.

„Renault hatte zwei Möglichkeiten: Den 100-prozentigen Wiedereinstieg oder den kompletten Rückzug aus der Formel 1″, erklärte Carlos Ghosn, Präsident und CEO von Renault. „Nach eingehender Analyse haben wir uns für den Wiedereinstieg in die Königsklasse des Motorsports ab 2016 entschieden. Nachdem wir nun die wichtigsten Details mit den Hauptakteuren der Formel 1 geklärt haben, können wir uns mit Zuversicht der neuen Herausforderung stellen. Wir kommen zurück um zu gewinnen, auch wenn das einige Zeit dauern mag“, betonte Ghosn.

Bereits im September 2015 hatten Renault und Lotus eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Seitdem hat Renault die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Erfolgsaussichten eingehend analysiert. Als eigenständiges Team kann Renault eine deutlich größere Öffentlichkeitswirksamkeit erzielen als in seiner Zeit als reiner Motorenlieferant.

Renault ist seit fast vierzig Jahren erfolgreich in der Formel 1 aktiv. Mit wichtigen Innovationen, wie der Einführung des Turbomotors 1977, prägte die Marke immer wieder die Königsklasse des Motorsports. Insgesamt verzeichnete Renault auf den Rennstrecken rund um den Globus 168 Siege, 12 Titel als Konstrukteursweltmeister und elf Gesamtsiege in der Fahrerwertung. Insgesamt rollte bei 600 Formel 1-Rennen an den Start.

Renault gibt vor, seit jeher die technologischen Erkenntnisse aus der Formel 1 zu nutzen, um seine Alltagsfahrzeuge zu verbessern. Die jüngsten Entwicklungen zum Elektro- und Hybridantrieb mögen einzelnen Serienmodellen zu Gute kommen – auch wollen die Gallier mehr sportliche Modelle anbieten. Die meistverkauften Renault-Typen sind bisher aber behäbig-familienorientiert und verhüten jegliche Assoziation mit der Formel-1-Glitzerwelt. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. Dezember 2015

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