Frauenpower beim Seat Leon Eurocup

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Nach Stopps in Portugal, Frankreich und Großbritannien geht der Seat Leon Eurocup nun auf auf der österreichischen Rennstrecke Red Bull Ring an den Start. Bereits nach den ersten drei Rennen ist klar, dass die vielen Neuerungen in dieser Saison eine dynamische aber vor allem emanzipatorische Angelegenheit wird.

Die Tatsache, dass der Markenpokal mehr weibliche Teilnehmer als alle anderen internationalen FIA-Rennserien hat, sorgt ebenfalls für Gesprächsstoff. Fünf Frauen aus vier Ländern nehmen an einer neuen Wertungsklasse innerhalb des Seat Leon Eurocups teil: Die „Ladies Trophy“. Die Powerfrauen hinter dem Steuer sind Lucile Cypriano, Adrina Gugger (Target, SRL), Amalia Vinyes (Baporo Motorsport), Marie Baus-Coppens and Edina Bús (B3 Hungary KFT). Alle Fahrerinnen bringen einige Erfahrung im Rundstrecken-Rennsport mit. Sie kämpfen jedes Wochenende auf den derselben Strecken wie ihre männlichen Kontrahenten darum, die schnellste Frau des Seat Leon Eurocup zu werden. Ihre Ergebnisse fließen nicht nur in die Ladies Trophy Wertungsklasse ein, sondern gleichermaßen auch in die Gesamtwertung des Eurocups.

Lucile Cypriano ist bis jetzt die schnellste der Fahrerinnen, mit Rundenzeiten, die den schnellsten männlichen Teilnehmern ebenbürtig sind. Cypriano errang als erste Frau in der Geschichte des Eurocups im Rennen auf dem spanischen Estoril-Kurs den dritten Platz. Außerdem fuhr die junge Französin auf die Pole-Position und konnte im freien Training die schnellste Runde für sich beanspruchen.

Die Frauen zeichnen sich durch ihre individuelle Klasse aus und pflegen eine enge Beziehung zu ihren Fahrzeugen. Das ist auch bei Amalai Vinyes so. Die Fahrerin aus Andorra blickt auf eine lange Familientradition im Motorsport zurück. Sie hat sich vorgenommen bis zum Saisonende um die Ladies Trophy zu kämpfen.

„Zwischen uns Fahrerinnen gibt es ein Gefühl des Fair-Plays und des gegenseitigen Respekts, das es bei den Männern so nicht gibt. In einem so männlich dominierten Umfeld rücken wir enger zusammen. Wir mögen es, uns im Wettkampf zu messen. Die Ladies Trophy ist eine ideale Wertungsklasse, um sich auf Augenhöhe zu begegnen. Und Spaß macht es auch noch, wie in den ersten Rennen zu sehen war“, so Vinyes.

Die französische Fahrerin Marie Baus-Coppens und die aus Ungarn stammende Edina Bús runden die weiblichen Rennfahrerinnenriege beim Seat Leon Eurocup 2015 ab. Beide konnten das Rennen in Estoril aufgrund eines Rückschlags am Testtag nicht beenden. Doch Aufgeben kommt für die beiden Frauen nicht in Frage. Nach ihren beachtlichen Fahrleistungen im englischen Silverstone wollen sie jetzt auch am 5. Juli auf dem österreichischen Red Bull Ring angreifen. (dpp-AutoReporter/sgr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 7. Juli 2015

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