Gebrauchte trotz Fehlstart die „neue Nummer eins“

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Das Geschäft mit gebrauchten Pkw entwickelt sich im Kfz-Gewerbe trotz des Fehlstarts zum Jahresstart 2015 „zur neuen Nummer eins“. Allein das im DAT-Report gemeldete Umsatzplus von rund 7,4 Milliarden Euro und das Verkaufsplus von 400.000 Fahrzeugen im Jahresvergleich 2013/2014 zeigten das Potenzial dieses Geschäftsbereichs.

Die in Köln beheimatete Wirtschaftsvereinigung InnovationPoint teilte vor ihrem Frühjahrsmeeting mit, dass gebrauchte Pkw verstärkt in den IP-Fokus gestellt würden. IP-Mitgliedsunternehmen würden im März über die Chancen und Risiken des Gebrauchtwagengeschäftes für den markengebundenen Automobilhandel diskutieren. Aus der Marktbilanz, sagte Vorstand Oliver Ohm, lasse sich deutlich ableiten, dass der Markenhandel im unteren Preissegment nicht präsent sei.

In der Klasse bis 5.000 Euro Anschaffungspreis habe der Privatmarkt einen Anteil von rund 56 Prozent, der Markenhandel 7,5 Prozent. In der Preisklasse bis 10.000 Euro seien Privat und Markenhandel mit 33,8, bzw. 34,6 Prozent gleichauf. Erst in der Preiskategorie zwischen 10.000 und 15.000 Euro liege der Markenhandel mit 24,1 zu 6,7 klar vor dem Privatmarkt auf der Pole Position.

Die Marktexperten der Wirtschaftsvereinigung sagten, der Markenhandel „muss die Gunst der Stunde nutzen, aus unteren Preissegmenten das GW-Angebot zu komplettieren, um den Neuwagenkunden von morgen bereits heute an das Unternehmen zu binden“. Bei dieser Strategie dürfe der reine Gebrauchtwagenhandel nicht unbeobachtet bleiben, denn dieser habe im Segment ab 15.000 bis 20.000 Euro seine Stärke mit 27,8 Prozent Marktanteil. IP-Mitgliedsunternehmen böten das Coaching „entlang der gesamten Prozesskette von Einkauf beginnend“. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 28. Februar 2015

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