Gebrauchtwagenkauf: Ein Gewährleistungsausschluss hat „bei Privaten“ im Regelfall Bestand

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Hat ein Gebrauchtwagenkäufer (hier von privat zu privat) bei der Verkäuferin einen Gewährleistungsausschluss unterschrieben, so kann er den Kaufvertrag nicht rückgängig machen, wenn sich herausstellt, dass die Frau das Auto seinerzeit von einem Händler als „Unfallfahrzeug“ erworben hatte, diese Information aber beim Weiterverkauf nicht weitergegeben hatte. Kann der Käufer nicht beweisen, dass die Frau von dem – wie sich später herausstellte, nicht fachgerecht reparierten – wirtschaftlichen Totalschaden wusste, so kann er den Vertrag nicht „rückabwickeln“. Auch das Verschweigen von Verkratzungen reiche nicht aus, um „entgegen dem vertraglichen Gewährleistungsausschluss“ die Rückabwicklung des Kaufvertrages zu rechtfertigen, zumal es sich dabei um „bloße Bagatellschäden“ handele und vor dem Kauf hätten wahrgenommen werden können. (LG Coburg, 22 O 127/14) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 8. Mai 2015

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