Goodyear sucht vorbildliche Trucker

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Zähe Elefantenrennen und gewagte Fahrmanöver tragen dazu bei, dass es um das Ansehen von Truckern nicht gut bestellt ist. Brummi-Fahrer müssen jedoch nicht nur die Mitmenschen im Straßenverkehr, sondern zahlreiche weitere Anspruchsgruppen im Blick haben. Sie bewegen sich in einem komplexen Spannungsfeld aus Straßenverkehr mit zunehmender Verkehrsdichte, steigenden Kundenanforderungen rund um ‚Just-in-time‘-Lieferungen und immer penibleren Speditionsvorgaben zur Fahrweise. Vorbildhaftes Verhalten bleibt angesichts dieser zahlreichen Zwänge auch mal auf der Strecke – was insbesondere im Verkehr fatale Folgen haben kann. Um Trucker für das richtige Verhalten im Straßenverkehr und bei Kunden sowie ihre Vorbildfunktion gegenüber Kollegen und jungen Nachwuchskräften zu sensibilisieren, weitet Goodyear seine im Frühjahr 2015 gestartete Pkw-Kampagne ‚Vorfahrt für Vorbilder‘ nun auf den Bereich Lkw aus.

Gemeinsam mit Partnern wie dem Nutzfahrzeughersteller MAN, sucht Goodyear Vorbilder im Fahrerhaus und lädt alle Trucker zur Teilnahme an einem von Verkehrsexperten eigens für die Online-Initiative entwickelten ‚Vorbild-Selbst-Check‘ ein. Unter www.vorfahrt-fuer-vorbilder-lkw.de können die Teilnehmer prüfen, inwieweit sie sich vorbildlich verhalten. Gleichzeitig besteht hier die Möglichkeit, die aktuelle theoretische Führerscheinprüfung der Klasse C inklusive 10 Fragen aus dem Grundstoff versuchsweise zu absolvieren. Wer sich als Vorbild erweist und alle Fragen richtig beantwortet, hat die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel (Verzehrgutscheine, Sicherheitstrainings) teilzunehmen. Auch das Transportunternehmen, dessen Fahrer gewinnt, erhält einen Preis (Reifen, Eventgutscheine). Auf diese Weise sollen die Arbeitgeber in die Initiative eingebunden und Anreize geboten werden, damit sie ihre Fahrer zur Teilnahme motivieren. Das Gewinnspiel läuft bis September 2015.

Insgesamt waren 2013 laut Statistischem Bundesamt rund 33.000 Fahrer von Güterkraftfahrzeugen an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, das waren rund 30 Prozent weniger als noch 1995. Die Fahrleistung von Lkw ist dagegen zwischen 1995 und 2012 um rund 29 Prozent und ihre Transportleistung um rund 60 Prozent gestiegen. Die Unfallfolgen sind aufgrund der Größe und Masse der Güterkraftfahrzeuge für die Unfallgegner meist deutlich schwerer als für die Lkw-Insassen selbst. Von den 2013 bei Lkw-Unfällen Verunglückten waren rund 10.000 Insassen von Güterkraftfahrzeugen und rund 31.000 andere Verkehrsteilnehmer. Von den dabei Getöteten waren 148 Insassen von Güterkraftfahrzeugen und 611 wiederum andere Verkehrsteilnehmer. Das Risiko, bei einem Lkw-Unfall getötet zu werden, ist damit für die anderen Unfallbeteiligten einschließlich der Mitfahrer mehr als viermal so hoch wie für die Insassen eines Güterkraftfahrzeuges. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2015

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