Hannelore Kraft informiert sich bei der Ford-Forschung

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Aktive Fahrwerk- und Sicherheitssysteme sowie die Vernetzung von Automobilen sind nur einige der Forschungsschwerpunkte, von denen sich Hannelore Kraft (SPD) im Ford Forschungszentrum einen Eindruck verschafft hat. Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen machte an diesem Montag im Rahmen ihrer Tour zum Thema NRW 4.0 an dem Ford Standort in Aachen Halt.

Die 54-jährige Mülheimerin sagt beeindruckt: „Wenn Fahrzeuge miteinander kommunizieren und Informationszentralen vernetzt sind, dann lässt sich die Zahl der Verkehrsunfälle drastisch senken. Deshalb wird hier auch für unsere Sicherheit im Straßenverkehr geforscht. Das Ford Forschungszentrum ist ein wichtiger Baustein in der automobilen Entwicklungslandschaft und ein Beweis für die Qualität des Forschungs- und Innovationsstandorts Nordrhein-Westfalen.“

Das Thema Digitalisierung spielt bei Ford in Aachen bei der täglichen Arbeit eine wichtige Rolle – nicht nur bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien: „Die Möglichkeiten der Digitalisierung erleichtern uns zum Beispiel den stetigen Austausch mit unseren Kollegen an den weltweiten Ford-Standorten. Schließlich tragen wir in Aachen in einigen zentralen Forschungsbereichen eine globale Verantwortung“, erklärt Andreas Schamel, Director Global Powertrain, Research & Advanced Engineering der Ford Motor Company. Der Aachener Standort des Automobilherstellers ist weltweit zuständig für die Forschung und Vorentwicklung von Dieselmotoren, Energiemanagement und zukünftigen Bordnetzen wie 48 Volt, sowie von Fahrdynamik und Fahrwerkstechnologien.

Um der Ministerpräsidentin ein möglichst authentisches Bild von der Arbeit und den Schwerpunkten des Forschungszentrums zu geben, standen einige Demonstrationen auf dem Programm: Die Ingenieure und Wissenschaftler vor Ort zeigten unter anderem am Fahrzeug, wie die Kommunikation von Automobilen untereinander oder mit der Umgebung funktioniert. In diesem Bereich engagiert sich Ford bereits seit vielen Jahren mit Wettbewerbern aktiv an branchenübergreifenden Forschungsprojekten. Hierbei kommt zum Beispiel WLAN-basierte Kommunikationstechnologie zum Einsatz, die etwa beim elektronischen Bremslicht dafür sorgt, dass nachfolgende Autofahrer vor stark bremsenden Fahrzeugen gewarnt werden, selbst wenn diese sich hinter einer Kurve befinden.

Auch die Funktionsweise eines zukünftigen Stauassistenten wurde vorgeführt: Hierbei handelt es sich um halbautonomes Fahren, denn via Radar- und Kamera-Technologie kann das Fahrzeug im dichten Verkehr automatisch mitschwimmen, wodurch sich die Stressbelastung des Fahrers reduziert. Das innovative System verknüpft zudem die bekannten Fahrzeug-Technologien wie elektrische Servolenkung, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und Fahrspurhalte-Assistent.

Ausprobieren konnten die Gäste z. B. das Assistenzsystem Active City Stop. Zu Simulations-zwecken wurden dabei große, aufblasbare Hindernisse genutzt. Die Technologie ermöglicht automatisches Bremsen in Notfällen. Damit kann Active City Stop dabei helfen, Kollisionen bei niedrigen Geschwindigkeiten zu vermeiden oder zumindest die Schwere von Auffahrunfällen zu mindern. Die operative Höchstgeschwindigkeit wurde bei dieser neuen System-Generation von 30 km/h auf 50 km/h erhöht. Sie feierte ihr Debüt im neuen Ford Focus, der Ende 2014 in Deutschland auf den Markt gekommen ist.

Darüber hinaus standen für Testfahrten Ford Modelle mit alternativen Antrieben zur Verfügung. Die Besucher hatten hier die Wahl zwischen dem rein batterie-elektrischen Ford Focus Electric, dem Ford C-MAX Energi mit Plug-in-Hybrid-Technologie sowie einer Hybrid-Variante des neuen Ford Mondeo. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 18. Juli 2015

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