Held der Straße des Monats Februar

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Ein aufmerksamer Autofahrer hat in Wilhelmshaven eine junge Mutter und ihr Kind vor dem Ertrinken gerettet. Die 22-jährige Frau war mit ihrem Pkw auf nasser Straße verunglückt und in einen wassergefüllten Graben gestürzt. Hanko Penshorn aus Carolinensiel hatte den Unfall im Rückspiegel beobachtet und war Mutter und Kind in der dramatischen Situation zu Hilfe geeilt. Für sein engagiertes Handeln haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Hanko Penshorn nun zum „Held der Straße“ des Monats Februar gekürt.

Hanko Penshorn erinnert sich noch genau an den Morgen des 8. Januar 2015: „Ich war in Wilhelmshaven unterwegs, als mir in einer scharfen Kurve ein Auto entgegenkam, das so schlingerte, dass ich Angst hatte, es würde zu einer Kollision mit meinem Pkw kommen.“ Wenig später beobachtete der 30-Jährige im Rückspiegel, wie sich das Auto um 180 Grad drehte und gegen den Bordstein prallte. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Pkw aufgebockt und stürzte anschließend kopfüber in den schlamm- und wassergefüllten Graben. Der Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten überlegte nicht lange, wendete und fuhr zurück zur Unfallstelle: „Ich rannte zu dem Auto und war erschrocken, dass die Scheiben mittlerweile fast komplett im Wasser versunken waren. Ich hoffte einfach nur, die Insassen würden nicht ertrinken.“

Im hinteren Seitenfenster sah Hanko Penshorn plötzlich eine kleine Hand und er begann sofort damit, die Fahrzeugtür zu öffnen. Dies wurde für den Ersthelfer zum Kraftakt, denn sein linker Arm ist gelähmt und die Tür ließ sich wegen des Schlamms nur schwer bewegen. Die Fahrerin hatte sich selbst abschnallen können und versuchte, ihr laut schreiendes, kleines Kind zu retten. „Das war allerdings nicht so einfach, das Mädchen hing ja noch kopfüber im Kindersitz“, erklärt Hanko Penshorn. Er konnte der jungen Mutter helfen, das Kind zu befreien und hob es aus dem Unglücksauto. Weitere, mittlerweile eingetroffene Helfer nahmen ihm das Kind ab und verständigten die Rettungskräfte. Danach zog der 30-Jährige aus Carolinensiel auch die verunglückte junge Mutter aus dem Schlamm. „Ich bin Mitglied der Freiweilligen Feuerwehr und weiß, wie wichtig es ist, in Notsituationen zu helfen. Wenn weniger Verkehrsteilnehmer bei Unfällen einfach weiterfahren, können in Zukunft viele Menschenleben gerettet werden“, so der Ersthelfer. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2015

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