Hybrid Autos und die Vorteile

Als Kompromiss zwischen herkömmlichen Verbrennungsmotoren und rein elektrischer Mobilität wurde Hybridfahrzeugen zu Anfang keine große Zukunft zugesprochen. Nicht zuletzt wegen der neuen europäischen Klimaschutznorm, nach der CO2-Ausstoß von Automobilen zwischen 2015 und 2020 von 130 auf durchschnittlich 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer gesenkt werden soll, sind sparsame Modelle inzwischen jedoch auch für die Autohersteller weiter in den Fokus gerückt. Wie groß deren Vorteile gegenüber herkömmlichen PKW mit Benzin- und Dieselmotoren sind, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab.

Foto: Volkswagen Hybrid Auto
Hybrid Auto von Volkswagen
Bisher liefen in erster Linie Hybrid Autos vom Band, bei denen der verbaute Akku über den Verbrennungsmotor aufgeladen wird. Dementsprechend niedrig fällt die Ersparnis beim CO2-Ausstoß aus. Die Nachteile, wie ein höheres Gewicht, weniger Platz im Innenraum und höhere Kosten schrecken Käufer deshalb meist eher ab. Deutlich mehr Potenzial, die Umwelt zu entlasten, bieten da die neueren, so genannten Plug-In-Hybrid Autos. Diese beziehen ihren Strombedarf nämlich aus externen Quellen und haben besonders große Batterien an Bord, die mittels Wall-Box – einer speziellen Schnellladevorrichtung oder alternativ auch über die normale, heimische Steckdose verhältnismäßig schnell geladen werden. Die höhere Kapazität sorgt dafür, dass damit etwa zehn Mal so lange Strecken rein elektrisch gefahren werden können. Ausgeklügelten Technologien ist es zu verdanken, dass Hybrid Autos im Stadtverkehr ihren Effizienzvorteil voll ausspielen können. Dabei hilft insbesondere die Rekuperation, also die Rückgewinnung der Bremsenergie, die den Akku ständig neu lädt. Da zudem in städtischen Gebieten mit niedrigeren Geschwindigkeiten gefahren wird, lassen sich viele Fahrten komplett elektrisch unternehmen, ohne dass sich der Verbrennungsmotor überhaupt zuschalten muss. Immer mehr Menschen nutzen deshalb einen anstehenden Fahrzeugwechsel, um auf ein sparsames Hybrid Auto umzusteigen. Dank praktischer Onlineportale, wie etwa www.jetztautoverkaufen.de, klappt das sogar weitgehend stressfrei von zuhause aus.

Zwischen den verschiedenen Hybrid Autos gibt es noch immer große Unterschiede. So sind auch Modelle auf dem Markt, die bei genauerem Hinsehen kaum Vorteile gegenüber ihren Verwandten mit reinem Verbrennungssystem bieten. Hier hilft ein Blick in aktuelle Vergleichstests, wie sie etwa der VCD jährlich durchführt. Im Jahr 2014 wurde hier bereits zum 25. Mal eine Liste mit den ökologischsten Fahrzeugen erstellt, die einen praktischen Überblick bietet. Als Spitzenreiter landete 2014 z.B. der Lexus CT 200h mit 136 PS auf dem ersten Platz – dicht gefolgt von mit Erdgas betriebenen Modellen aus dem Hause Volkswagen.
Entscheidend für den ökologischen Nutzen von Hybridfahrzeugen ist nach Expertenmeinung vor allem die Lebensdauer der Batterien. Claus Doll vom Fraunhofer Institut für System und Innovationsforschung nennt hier konkrete Zahlen. So müssen die Akkus mindestens 7 Jahre lang halten, um einen echten Vorteil für die Umwelt zu bringen. Immerhin entstehen bei deren Herstellung eine ganze Reihe an extrem schädlichen Stoffen, wie etwa Schwefeldioxid oder bestimmte Stickstoffverbindungen. Das benötigte Lithium lagert zudem häufig in unberührten Ökosystemen, die durch den Abbau teilweise zerstört werden.

Bei der Beurteilung des ökologischen Nutzen von Hybrid Autos ist ein genauerer Blick notwendig. Das Ziel einer rein elektrischen, regenerativen Energieversorgung für Automobile wird damit nicht erreicht. Als erster Schritt hin zu einer umweltverträglichen Mobilität aber, sind sie in den nächsten Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil künftiger Automobilflotten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. April 2017

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