Le Mans 2015: Porsche 919 Hybrid führt auch bei Tagesanbruch

Picture

Mit langen Intervallen für die Reifenwechsel, starken Fahrerleistungen und überragenden Boxenstoppzeiten fuhr das Porsche Team durch die Nacht. Morgens um sechs lag der Porsche 919 Hybrid von Earl Bamber/Nico Hülkenberg/Nick Tandy weiter in Führung in einer extrem umkämpften Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans.

In der Nacht fuhren alle drei Porsche 919 Hybrid Vierfachstints – sprich: Erst nach vier Tankfüllungen wurden Räder und Fahrer gewechselt. Mit der Nummer 17 saß Timo Bernhard von der 136. Runde (23:44 Uhr) bis zur 188. Runde um 02:47 Uhr am Steuer. Er übergab an vierter Stelle liegend an Brendon Hartley. Um 05:47 Uhr übernahm erneut Webber nach 240 Runden und setzte das Rennen auf Position 4 fort.

Für die Startnummer 18 setzte sich der komplizierte Rennverlauf auch nach Mitternacht fort. Die Bremsstabilität blieb sensibel, nach Romain Dumas am späten Abend verbremste sich auch Neel Jani und landete im Kiesbett, konnte aber weiterfahren. Er übergab nach 162 Runden morgens um 01:21 Uhr an Marc Lieb. Der Ludwigsburger saß bis Ende der 214. Runde am Steuer und übergab um 04:23 Uhr an sechster Position fahrend an Romain Dumas.

Die Le-Mans-Rookies mit dem Porsche Nummer 19 indes sammelten weiter Führungsrunden. Um 00:13 Uhr hatte Nick Tandy das Auto von Nico Hülkenberg, der auch bereits einen Vierfach-Stint gefahren war, in Führung liegend übernommen. Der Brite blieb bis Ende der 197. Runde im Auto und übergab es um 03:16 Uhr als Spitzenreiter an Earl Bamber.

Timo Bernhard (Startnummer 17): „Hier herrscht ein sehr zügiges Tempo, und das gehen wir mit. Schade, dass wir durch die einminütige Stop-and-Go-Strafe am späten Samstagabend so viel Zeit verloren haben, aber wir geben nicht auf. Das Auto fühlt sich gut an, und mein Vierfachstint war auch vom Reifenverschleiß her okay.“

Mark Webber (Startnummer 17): „Fast jeder hatte ein paar Schwierigkeiten – sei es eine Strafe, ein Fahrfehler oder andere kleine Probleme. Wir liegen momentan auf Position vier nur einige Sekunden hinter der Spitze. Es ist noch lange zu fahren, da kann vieles passieren. Das Auto fühlt sich insgesamt gut an. In der Mitte meines Stints wurde der Bremspedalweg länger, aber das hat sich von allein wieder gelegt. Audi scheint auf der Strecke etwas im Vorteil zu sein, dafür arbeiten wir sehr schnell in den Boxen und gewinnen dort Zeit zurück. Wir erleben hier ein sagenhaftes Rennsport-Highlight. Wir kämpfen hier um jeden Zentimeter, das ist fantastisch. Das kann noch sehr lange so weitergehen. Wir bleiben voll konzentriert.“ (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2015

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*