Lexus‘ Sitzkonzept: Mit Spinnenseide vernetzt

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Mit dem ‚Kinetic Seat Concept‘ will Lexus neue Maßstäbe in der Sitzfertigung setzen. Die neu entwickelten Sitzflächen und Rückenlehnen sollen bessere Voraussetzungen bieten, um während der Fahrt Minimalbewegungen der Wirbelsäule zu unterstützen. Sie ermöglicht nämlich Becken und Brustkorb kleinste Rotationsbewegungen und hält dabei stets den Kopf stabil. Das im Ergebnis deutlich ruhigere Blickfeld wirkt zugleich der Ermüdung der Fahrzeuginsassen entgegen und soll so für einen Komfortgewinn sorgen.

Der Sitzrahmen ist mit einer spinnennetz-artigen Netzstruktur bespannt, die sich von der Lehnenmitte strahlenförmig nach außen ausweitet. Dank ihrer Flexibilität passen sie sich den Körperkonturen an und verteilen die Last des Körpergewichts. Das Zentrum der Netzstruktur liegt auf Höhe der Schulterblätter; damit werden ausgleichende Rotationsbewegungen des Brustkorbs um die Querachse erleichtert. Der Körper gewinnt an Halt und das Rückgrat kann dennoch weiterhin den Kopf auf natürliche Weise stabilisieren. Aus der schlanken Sitzkonstruktion des Konzepts resultiert als zusätzlicher positiver Effekt eine Gewichtsersparnis.

Statt aus Kunststoffen auf Erdölbasis bestehen die Kettfäden der Netzstruktur aus synthetischer Spinnenseide. Hauptbestandteil sind Protein-Fasern, die durch mikrobielle Fermentation gewonnen werden. Diese werden versponnen und zu einem neuartigen Werkstoff verarbeitet, der einen deutlichen Gewinn bei der Abfederung von Stößen bietet. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2016

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