Lohnt sich ein eigenes Auto noch?

Laut jüngsten Untersuchungen stellen sich immer Jungendliche die Frage ob eine eigenes Auto sich noch lohnt. Ein Auto ist zwar bequem, geht aber ziemlich ins Geld. Vor allem in der Großstadt schaffen sich immer weniger Menschen ein Fahrzeug an. Kfz-Vermietung, Carsharing und ein Mix aus Mietwagen, Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln ist für viele Menschen eine lohnenswerte Alternative. Mobilitätsforscher haben zum Beispiel schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass die Automatik „Abitur, Führerschein, eigenes Auto“ bei jungen Leuten nicht mehr funktioniert. Die Fahrerlaubnis wird zum Teil später erworben, so dass die Gesamtzahl der unter Zwanzigjährigen keine verlässliche Bezugsgröße mehr ist. Zeit sich anzusehen, wann und für wen sich ein eigenes Auto noch lohnt.

Kfz-Vermietung als Alternative zum eigenen Auto

Foto Leere Strasse
Sind Straßen in 20 bis 30 Jahren wirklich so leer?
Wocheneinkauf, Umzug oder ein Ausflug ins Grüne: Ab und an ist ein Auto auch in der Großstadt praktisch. Es muss aber nicht gleich ein eigenes Fahrzeug sein. Eine gute Alternative sind neben Carsharing die klassischen Kfz-Vermietungen. Der Vorteil: Man kann sich genau das Auto mieten, das man gerade braucht: vom Cabrio für die Spritztour an einem schönen Sommertag bis hin zum Transporter für den Umzug. Viele Kfz-Vermietungen bieten mittlerweile sogar Stundentarife wie zum Beispiel STARCAR.

Im Allgemeinen lässt das Interesse der Bundesbürger am Auto nach. Und das bei Menschen, die bislang in dem Ruf standen, dass dieses Fortbewegungsmittel „ihr liebstes Kind“ sei. Tatsächlich kamen die Meinungsforscher des Instituts für Demoskopie Allensbach in ihrer Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zu dem Ergebnis, dass das Auto an Bedeutung verliert: Sein Status als Statussymbol bröckelt demnach bei jüngeren Konsumenten – aber nicht nur bei diesen. Einer der Gründe ist, dass Autokäufer immer älter werden.
Das Alter der Kunden steigt schneller als die demografische Altersentwicklung, wie eine Studie des Center Automotive Research (PDF) an der Universität Duisburg-Essen ergab.
Der durchschnittliche Neuwagenkäufer 53 Jahre alt.

Für wen lohnt sich ein eigenes Auto noch?

Deutschland gilt nicht nur als Land der besten Autobauer, sondern auch der begeisterten Autofahrer. Der eigene Wagen ist für einen Teil der Bevölkerung immer noch ein Statussymbol. Eine noch wichtigere Rolle bei der Entscheidung für den Autokauf spielt jedoch die Mobilität. Vor allem in ländlichen Gegenden sind viele Menschen auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen, um von A nach B zu kommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind oft schlecht ausgebaut oder haben eine ungünstige Taktung. Hier sind wir auch schon beim nächsten Punkt angekommen: der Flexibilität. Das eigene Auto steht eigentlich immer vor der Tür und man kann jederzeit an jeden Ort gelangen.

Das spricht gegen ein eigenes Auto

Der wohl wichtigste Faktor der immer mehr Menschen auf einen fahrbaren Untersatz verzichten lässt, sind die Kosten. Der Kaufpreis für einen Neuwagen beträgt nicht selten ein ganzes Jahresgehalt. Doch das ist nur der Anfang. Benzin oder Diesel, Kfz-Steuer, Versicherung, Rücklagen für Reparaturen, Haupt- und Abgasuntersuchung. All diese laufenden Kosten läppern sich auf 4.000 bis 8.000 Euro pro Jahr. Je nach Lage kann auch noch die Miete für einen Parkplatz oder Stellplatz in der Tiefgarage dazukommen.

Apropos Parkplatz: Vor allem in Großstädten steigen Menschen auch deshalb lieber auf Bus und Bahn um, weil es einfach schneller und bequemer ist. Verkehrschaos und Parkplatzsuche fressen Zeit und zehren an den Nerven. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen Pendler entspannt zur Arbeit. Für kürzere Strecken ist auch das Fahrrad oder gar ein Leihrad eine praktisch Option. Das hält fit und schont die Umwelt. Aufgrund der zunehmenden Feinstaubbelastung ist ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in vielen Innenstädten in Planung oder wie in Hamburg bereits umgesetzt – ein weiteres Argument gegen ein eigenes Auto. Es gibt zwar immer mehr Autos die von alleine einparken, der Trend geht jedoch zu alternativen.

Fazit: Für wen sich ein eigenes Auto noch lohnt

Der Autokauf lohnt sich dann, wenn Sie zu einer der folgenden drei Gruppen gehören:

  • Vielfahrer: Der ADAC und die Wirtschaftswoche haben ausgerechnet, dass sich ein eigenes Auto ab 11.250 Kilometern pro Jahr lohnt.
  • Familien: Auch wer regelmäßig mit Kind und Kegel unterwegs ist, kann von einem eigenen Auto und seinem Stauraum profitieren.
  • Menschen auf dem Land: Wer in einer Gegend mit schlechtem Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel lebt, ist in der Regel auf ein eigenes Auto angewiesen.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 1. August 2018