Mercedes-Vorstand Weber: Elektroautos müssen faszinieren

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Elektroautos müssen so faszinierend sein wie eine Gucci-Tasche, wenn sie endlich den Marktdurchbruch schaffen wollen. Die Betonung ihrer Umweltvorteile allein sei der falsche Weg, ist Mercedes-Entwicklungsvorstand Thomas Weber überzeugt. „Elektroautos müssen begehrenswert sein“, sagte Weber im Interview mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Warum kaufen die Menschen Gucci-Taschen? Eine Einkaufstasche würde ja vermutlich denselben Transportzweck erfüllen.“ Deshalb müsse man Elektroautos stärker über die Emotion bewerben. „Man kann die Kunden nicht zwingen, ökonomische Autos zu kaufen. Ich glaube einfach, wir dürfen bei alternativen Antrieben und reinen Elektroautos nicht nur über das Thema CO2 kommen. Wir müssen vor allem auch mit Faszination und Fahrspaß überzeugen.“

Das sei Mercedes beispielsweise schon mit der Elektroversion des Sportwagen SLS gelungen, der von 2013 bis 2014 in einer Sonderedition verkauft wurde. „Wenn Sie unseren SLS Electric Drive fahren und sein unglaubliches Beschleunigungsvermögen spüren, dazu nur dieses leise Surren im Innenraum hören – dann erleben Sie, wie faszinierend Elektroautos sein können.“ Allerdings hatte diese Faszination mit 416.500 Euro auch einen stolzen Preis.

Mercedes werde deshalb neben den angekündigten Elektroversionen des neuen Smart und der B-Klasse auch einen Tesla-Konkurrenten auf den Markt bringen. „Klar, bald sogar“, verspricht Weber. „Wir arbeiten an einem intelligenten Konzept für ein hochattraktives E-Fahrzeug mit 400 bis 500 km Reichweite.“ Eine Entscheidung über die Plattform sei noch nicht gefallen. Denkbar seien A- und B-Klasse als Basis. „Vielleicht aber auch größer“, so Weber. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 7. September 2015

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