Mieses China-Geschäft schickt Hyundai-Gewinn auf Talfahrt

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Im letzten Quartal brach der Gewinn von Hyundai um rund 25 Prozent ein berichtet das Branchenblatt Automobil Produktion. Schuld daran ist die nachlassende Nachfrage in China und teure Marketingaktionen in den USA.

Weltweit verkaufte der OEM rund 1,1 Millionen Fahrzeuge, was einem verglichen mit dem Vorjahreswert einem Rückgang von 0,6 Prozent entspricht. In den Vereinigten Staaten konnte der Kia-Schwesterkonzern zwar einen Rekord bei den Verkaufszahlen verbuchen, die Kosten für die Kaufanreize schossen jedoch in die Höhe. In China hingegen brach der Absatz des koreanischen Autobauers um fast ein Fünftel ein.

Aufgrunddessen sank der Gewinn im dritten Quartal auf umgerechnet rund 940 Millionen Euro. Analysten hatten zuvor mit einem deutlich besseren Ergebnis gerechnet. Stattdessen trübt nun das schlechteste Quartalsergebnis seit fünf Jahren die Stimmung bei den Koreanern. Zudem handelt es sich bereits um das siebte Quartal in Folge mit rückläufigen Gewinnzahlen.

Von Dow Jones Newswires befragte Analysten gehen davon aus, dass Hyundai aufgrund des günstigen Wechselkursumfelds und steigender Verkaufszahlen neuer Fahrzeuge im laufenden Quartal mehr Gewinn machen wird. Auch die Marktbeobachter von IHS Automotive prognostizieren, dass Hyundai insbesondere mit dem neuen Tucson in den USA den Absatz pushen kann.

Nichtsdestotrotz rechnen die IHS-Experten weiterhin mit einem schwierigen Jahr für Hyundai. So werde der Korea-OEM voraussichtlich nur noch 4,57 Millionen Einheiten in diesem Jahr verkaufen. Das entspräche einem Rückgang von 2,8 Prozent. Der Autobauer selbst plant jedoch für das Gesamtjahr mit einem deutlichen höheren Wert: 5,05 Millionen Fahrzeuge sollen es sein, heißt von offiziellen Stellen. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2015

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