Neuer VW Crafter: vier Grundmodelle, drei Längen, drei Höhen

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Mit bis zu 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, größerem Ladevolumen (bis 18,4 m³) und 69 Derivaten will der neue Volkswagen Crafter kundengerechte Funktionalität und alltagstaugliche Lösungen für individuelle Transportaufgaben aus allen Nutzungsbereichen bieten.

Das Fahrzeug-Konzept wurde von Grund auf neu entwickelt – auf Basis konkreter Kundenwünsche, wie der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Dr. Eckhard Scholz, im Rahmen einer statischen Präsentation erläutert: „Die Entwicklung des neuen Crafter war die einmalige Chance, keine Kompromisse eingehen zu müssen und gleichzeitig auf Jahrzehnte Erfahrung im Segment zurückgreifen zu können. Beim neuen Crafter hat es eine Verschmelzung von Produktfokussierung und Kundenorientierung gegeben. Wir haben dieses Fahrzeug aus Kundensicht entwickelt.“

Der Crafter macht sich die in der Familie liegende Design-Struktur seines kleinen Bruders, des Transporters der sechsten Generation, zu Nutze: modern anzuschauen, will er robuste innere Werte signalisieren. Der Fahrerarbeitsplatz wurde optimiert: Serienmäßig verfügt der Crafter über elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und zahlreiche Verstaumöglichkeiten für Handy, Laptop/Tablet, Zollstock, Arbeitshandschuhe und vieles mehr. Einen ergonomischen Schwingsitz mit Lordosenstütze und Massagefunktion in drei verschiedenen Varianten gibt es gegen Aufpreis.

Die auf Basis des Modularen Dieselbaukastens (MDB) weiterentwickelten EU6-Motoren wurden für den neuen Crafter speziell im Hinblick auf die harten Anforderungen eines Nutzfahrzeugs ausgelegt. Sie stellen somit besonders zuverlässige Motoren sowohl für Kurzstreckenbetrieb als auch für Langstreckenverkehr dar. Der für den neuen Crafter weiterentwickelte Zweiliter-TDI-Motor ‚EA 288 Nutz‘ ist platzsparend quer eingebaut und für die EU6-Märkte mit Frontantrieb in drei verschiedenen Leistungsstufen verfügbar: 75 kW/102 PS, 103 kW/140 PS oder als BiTurbo-TDI mit 130 kW/177 PS. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm EU6 und verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. In Summe konnte so der Verbrauch durchschnittlich um 15 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus soll der neue Crafter mit geringen Verschleiß-, Wartungs- und Reparaturkosten punkten.

Für den neuen Crafter gibt es ein breit gefächertes Derivateangebot auch bei hohen Tonnagen: Als Kastenwagen und Kombi ist der neue Crafter in verschiedenen Längen (5986 mm, 6836 mm, 7391 mm) und Höhen (2355 mm, 2590 mm, 2798 mm) verfügbar. Hinzu kommen die offenen Varianten als Einzel- oder Doppelkabine mit diversen Längen und mit oder ohne Aufbaulösungen, wie z.B. als Pritschenwagen, mit Koffer oder Kippvorrichtung. Er erzielt mit Frontantrieb ein Ladevolumen bis zu 18,4 m³ bei einem zulässigen Gesamtgewicht von drei bis vier Tonnen. Dabei bietet er eine Durchladebreite zwischen den Radkästen von 1380 mm und eine maximale Laderaumlänge von 4855 mm – und somit die besten Packagemaße seiner Fahrzeugklasse. Die Beladung des neuen Crafter ist aufgrund der 1311 mm weit geöffneten Schiebetür, einer minimalen Ladekantenhöhe von 570 mm bei den frontgetriebenen Versionen und mithilfe einer optionalen 270°-Öffnung der Hecktüren einfach. Zur Ladegutsicherung können optional Verzurrschienen integriert werden.

Das von Grund auf neu entwickelte Fahrwerk verfügt über eine komfortable McPherson-Vorderachse und fünf verschiedene Varianten einer starren Hinterachse. Die erstmalig in diesem Segment zum Einsatz kommende elektromechanische Lenkung sorgt für gutes Handling, optimierte Wendigkeit und sicheres Fahrverhalten in allen Beladungszuständen. Weiteren Komfort und einen entsprechenden Sicherheitsgewinn bieten die für den neuen Crafter verfügbaren Fahrerassistenzsysteme: Dank der in dieser Fahrzeugklasse erstmalig zum Einsatz kommenden elektromechanischen Lenkung bietet der neue Crafter eine Vielzahl aktiver Fahrerassistenzsysteme – etwa zum Spurhalten, Einparken (auch mit Anhänger), automatische Distanzregelung, Notbremssystem, Multikollisionsbremse, Seitenwindassistent, Müdigkeitserkennung. Bei den passiven Sicherheitssystemen stehen neben Front-, Seiten- und Kopfairbags für Fahrer und Beifahrer z.B. Rückfahrkamera, Ausparkassistent sowie ein für den Crafter entwickelter sensorbasierter Flankenschutz zur Verfügung.

Der Vorverkauf des neuen Crafter startet im November 2016 ab etwa 29.000 Euro netto – und Mitte 2017 will Volkswagen Nutzfahrzeuge das Angebot durch den Allradantrieb 4Motion mit quer eingebautem Motor und den Heckantrieb mit längs eingebautem Motor ergänzen. Wenn’s gut läuft, können bis zu 100.000 Stück pro Jahr aus dem neuen Werk in Wrzenia/Polen rollen. Das Vorgängermodell wurde noch in Düsseldorf gefertigt…(dpp-AutoReporter/wpr)

 


Beitrag zuletzt aktualisiert am 21. September 2016

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