Ob ein Weg „sandig und steinig“ ist, muss man nicht „lesen“ können

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An sich müssen Radwege verkehrssicher sein. Ist aber deutlich zu erkennen, dass sich auf einem Radweg Sand und Steine befinden (wie hier auf einem „Wirtschaftsweg“, der für Radfahrer ausgewiesen ist), so muss die Behörde keine Schilder aufstellen, die darauf hinweisen, dass „nicht an allen Stellen mit ebenen, schadlosen und gereinigten Fahrbahnen rechnen darf“. Das Oberlandesgericht Koblenz sprach die Kommune von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen frei, die ein Radfahrer geltend gemacht hatte, weil er auf einem solchen „unsicheren“ Weg gestürzt war und sich schwer verletzt hatte. Der Mann hätte den Weg „sehenden Auges“ befahren und entweder langsamer fahren oder sein Rad schieben müssen. (OLG Koblenz, 12 U 692/14) (Wolgang Büser/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. August 2015

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