Olympiareif und geschichtsträchtig

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Vor der beeindruckenden Kulisse des Berliner Olympiastadions trafen sich heute 29 ADAC Pannenhelfer und stellten sich mit ihren gelben Einsatzwagen nicht weniger imposant zum gemeinsamen Erinnerungsfoto auf. Zu diesem ungewöhnlichen Auftritt hatten sie auch guten Grund. Denn mit den Pannenhelfern vor Ort feierten am heutigen Tag insgesamt 43 Pannenhelfer der Region Ost ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert geben die „Gelben Engel“ täglich bei Wind und Wetter auf unseren Straßen ihr Bestes und machen liegengebliebene Fahrzeuge wieder flott. Damit leisten sie den Besitzern zuverlässige und schnelle Hilfe in der Not. Für den unermüdlichen Einsatz seit 25 Jahren gab es nun für die Pannenhelfer ein besonderes Dankeschön am Olympiastadion. Der Vorsitzende des ADAC Berlin-Brandenburg, Manfred Voit, überreichte gemeinsam mit Christoph Beck, dem Regionalleiter der Pannenhilfe Ost, Thomas Reynartz, dem Münchner Leiter der ADAC Geschäftseinheit „Helfen“ und Holger Beiersdorf, dem Bereichsleiter Pannenhilfe Berlin-Brandenburg, die Jubiläumsurkunden und Ehrenmedaillen.

Zugleich ist dieses Dienstjubiläum geschichtsträchtig. Die friedliche Revolution in der DDR brachte am 1. Juli 1990 zuerst die D-Mark und drei Monate später, am 3. Oktober, die deutsche Einheit. Auch der ADAC beteiligte sich aktiv an der Wende. Daran erinnerte der Vorsitzende des ADAC Berlin-Brandenburg, Manfred Voit: „Der ADAC war der damaligen Politik einen Schritt voraus. Heute kaum vorstellbar, aber noch deutlich vor der offiziellen Wiedervereinigung nahmen damalige Bürger der DDR ihre Arbeit als Gelbe Engel beim ADAC auf. Also bei einem Verein aus dem Westen.“

Mit dem kontinuierlichen Aufbau der Pannenhilfe im Osten Deutschlands in den 1990er Jahren ermöglichte der ADAC vielen Kfz-Mechanikern aus der DDR sichere berufliche Perspektiven und ist bis heute ein wichtiger Arbeitgeber in den neuen Bundesländern. Am 1. Juli 1990 zählte die Pannenhilfe Ost mit den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt bereits 95 Mitarbeiter, heute sind es 261. Die Bilanz von 25 Jahren kann sich sehen lassen: Zu mehr als 8,5 Millionen Einsätzen rückten die Pannenhelfer im Gebiet Ost aus. Werden die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hinzugenommen, kann der gesamte ostdeutsche Raum auf rund 10,5 Millionen Straßenwachteinsätze zurückblicken. (dpp-AutoReporter/sgr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 6. Juli 2015

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