Paris 2016: Renault zeigt GT-Studie Trezor

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Mit der Studie Trezor präsentiert Renault auf dem Pariser Mondial de l’Automobile einen besonders sportlichen Entwurf, der die klassische Silhouette eines Gran Turismo neu interpretiert. Die emotionale Linienführung greift die aktuelle Renault Formensprache auf, entwickelt sie behutsam weiter und erlaubt damit einen Ausblick auf das zukünftige Design der Marke. Merkmale der rein elektrischen GT-Studie Trezor mit 260 kW/350 PS sind das intelligent gestaltete Innenraumkonzept, das personalisierbare Multimediasystem und der autonome Fahrmodus. Die GT-Studie Trezor verkörpert die nächste Evolutionsstufe des aktuellen Renault-Designs; seit dem Marktdebüt des aktuellen Clio 2012 fließt die spannungsvolle Formensprache in alle Serienmodelle der Marke ein.

„Renault bietet eine vollständig erneuerte Fahrzeugpalette, bei der sich jedes Modell durch seinen eigenständigen Charakter auszeichnet“, erklärt Laurens van den Acker, Senior Vice President Design bei Renault. „Mit dem Trezor setzen wir die konsequente Weiterentwicklung fort und starten gleichzeitig ein neues Kapitel im Lebenszyklus. Die neue Studie ermöglicht einen Ausblick darauf, wie die zukünftigen Renault Fahrzeuge aussehen könnten.“

Bei einer Gesamtlänge von 4700 Millimetern bietet der Trezor klassische Gran Turismo-Proportionen – mit einem Radstand von 2776 Millimetern abe auch komfortable Platzverhältnisse im Innenraum. Die großzügige Spurbreite (vorne 2048 Millimeter, hinten 2106 Millimeter) betont die dynamische Auslegung des Elektrosportlers. Auch die niedrige Gesamthöhe von 1080 Millimetern und ausgeprägte ‚Schulterpartien‘ verweisen auf den sportlichen Anspruch der Studie. Bestimmendes Element im inzwischen typischen Markengesicht ist die hinterleuchtete Renault-Raute, die ein schmales, durchgehendes Leuchtband mit den Scheinwerfern verbindet. Zur glatten Anmutung der Frontpartie bilden sechseckige Elemente am Heck einen spannungsvollen Kontrast. Die in Wabenform gehaltenen Kühlluftöffnungen auf der lang gestreckten Motorhaube zitieren die Heckgestaltung zusätzlich und zentral positionierten Klappen öffnen sich bei höherem Kühlungsbedarf. Die aufwändig gestaltete Leuchtarchitektur in rotem Laserlicht verleiht dem Trezor eine unverwechselbare Lichtsignatur und erzielt vor allem beim Bremsen einen einzigartigen visuellen Effekt.

Die durchgehend rot gehaltene Panoramascheibe bietet einen Panoramablick. Sie kontrastiert mit der silberglänzenden Metallic-Lackierung und dient gleichzeitig als verbindendes Stilelement zwischen den unterschiedlich gestalteten Oberflächen an Front und Heck.

Bei jedem Wetter spektakulär gestaltet sich der Zugang zum Innenraum: Fahrzeugdach, Panoramascheibe und die Motorhaube schwingen als Einheit elektrohydraulisch nach oben. Die niedrige Fahrzeughöhe erlaubt den Verzicht auf Türausschnitte – Fahrer und Beifahrer nehmen Platz, indem sie über die Seitenflanken steigen. Den Einstieg erleichtern dabei die automatisch zurückschwenkenden Kopfstützen.

Der spannungsvolle Mix aus klassischen Elementen und ausgeprägtem Hightech-Charakter setzt sich im Innenraum der Studie nahtlos fort. Blickfang im ganz in rotem Leder gehaltenen Interieur ist die nach vorne gezogene Armaturentafel aus rotem Eschenholz. Der Fahrer steuert den Renault Trezor über ein rechteckig geformtes Lenkrad mit drei integrierten Bildschirmen und zwei Touchpads, über die sich Funktionen wie Tempomat, Lautstärke und Telefonie steuern lassen.

Der großformatige Bildschirm in L-Form erlaubt einen Ausblick auf zukünftige Anzeigetafeln der Marke. Der durchgehende Farbbildschirm vereint die klassischen Armaturen hinter dem Lenkrad mit dem Multimediasystem und verstärkt den Cockpitcharakter. Die kontrastreiche Bildwiedergabe erfolgt mittels OLED-Technik (Organic Light-Emitting Diode). Der aus besonders bruch- und kratzfestem Gorillaglas gefertigte, gebogene Bildschirm neigt sich dem Fahrenden zu.

Sobald der Fahrer Platz nimmt, startet eine personalisierte Begrüßungszeremonie. Im Anschluss erfolgt ein kompletter Fahrzeugscan, um alle Funktionen zu prüfen. Sobald das Smartphone des Fahrers identifiziert ist, werden die individuellen Einstellungen in das Multimediasystem übernommen. Auf diese Weise lassen sich alle Funktionen des persönlichen Endgerätes über den Hauptbildschirm steuern und verwalten.

Die GT-Studie Trezor verfügt über die nächste Evolutionsstufe des Renault MultiSense-Systems und bietet drei Fahrmodi: Neutral, Sport und Autonom. Damit verweist das Concept Car auch auf die zukünftige ‚Eyes-off/Hands-off‘-Technologie zukünftiger Serienmodelle. Ab 2020 möchte Renault sicheres, automatisiertes Fahren zum erschwinglichen Preis für alle Kundenkreise anbieten.

Der 260 kW/350 PS starke Elektromotor des Renault Trezor entwickelt theoretisch ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmetern und würde den Sprint von 0 auf 100 km/h in vier Sekunden bewältigen können.

Das Antriebspaket aus zwei Batterien, die jeweils über ein eigenes Kühlsystem verfügen ermöglicht eine maximale Reichweite von 300 Kilometern. Dank der Schnellladetechnik stehen nach rund zwei Stunden 80 Prozent der Ladekapazität zur Verfügung. Die auf der linken Fahrzeugflanke eingelassene analoge Ladeanzeige im Stil einer klassischen Tankanzeige signalisiert das Ladeniveau. Bei der Rückgewinnung von Bremsenergie profitiert der Trezor vom Renault Know-how in der Formel E. Die RESS-Technologie (Rechargeable Energy Storage System) kommt aus dem Motorsport.

Die dynamischen Fahrleistungen der GT-Studie sind auch Resultat des kompromisslosen Leichtbaus: Das Chassis besteht aus einer Karbonzelle, während an Front- und Heckpartie ein Stahlrohrrahmen zum Einsatz kommt. Die Motorhaube/Dacheinheit ist ebenfalls aus leichtem Karbon gefertigt; dadurch beträgt das Gesamtgewicht des Renault Trezor 1600 Kilogramm. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2016

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