Russland: Auto-Absatzabsturz um 37,9 Prozent

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Wer dachte es könnte nicht schlimmer kommen auf Russlands Automarkt, hat sich gewaltig getäuscht. Im Februar gingen die Verkaufszahlen um 37,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Am schlimmsten traf es Opel. Die Rüsselsheimer müssen einen Absatzeinbruch von 86 Prozent hinnehmen berichte das Branchenblatt „Automobil Produktion“.

Knapp 128.000 Autos konnten die Hersteller im vergangenen Monat absetzen. Das sind mehr als 78.000 weniger als noch im Februar des vergangenen Jahres. Bis auf Mercedes, BMW und Lexus gibt es keinen Hersteller, der dem Absatzblutbad entgehen konnte.

Nachdem sich Hyundai im Januar noch schadlos halten, müssen auch die Koreaner mittlerweile einen Absatzrückgang verbuchen. Um 5 Prozent gingen die Verkäufe im vergangenen Monat im Vergleich zum Februar 2014 zurück. Darüber kann Opel nur müde lächeln.

Keinen Autobauer trifft die Russland-Krise so hart wie die Opel. Waren es im Februar 2014 noch gut 6.600 Autos, die die Rüsselsheimer losschlagen konnten, sind es in diesem Februar gerade einmal 912 Autos gewesen.

Keinem Volumenhersteller gelang es den Kopf aus der Schlinge zu ziehen: VW muss ein Minus von 49 Prozent verbuchen. Lada, Marktführer in Russland, setzt 23 Prozent weniger Autos ab.

Hoffnungen, dass es bald wieder aufwärts geht, braucht sich keiner zu machen. Jörg Schreiber, Vorsitzender des AEB Automobile Manufacturers Committee sagt: „Der Februar ist erst der Anfang. Die Talsohle ist noch nicht erreicht.“ Die Autobauer brauchen also noch einen langen Atem. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. März 2015

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