Schlaglöcher: Schäden unbedingt gut dokumentieren

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Autofahrer, die durch zunehmend auftretende Schlaglöcher einen Schaden am Auto erleiden, sollten Schlagloch und Schaden möglichst genau dokumentieren. Da sich die Straßenbaulastträger in der Regel gegen jede Forderung nach Schadensersatz wehren, sei die Dokumentation die einzige Chance, um seine Ansprüche durchzusetzen, rät die Zeitschrift AUTOStraßenverkehr in ihrer aktuellen Ausgabe. Das gilt insbesondere dann, wenn die Behörden es versäumen, die Geschwindigkeit zu begrenzen und auf den schlechten Straßenzustand hinzuweisen. Bei schweren Schäden und tiefen Schlaglöchern rät AUTOStraßenverkehr dazu, die Polizei einzuschalten.

Grundsätzlich sind die Baulastträger verpflichtet, auf den schlechten Zustand von Straßen hinzuweisen. Wird das versäumt, kann das als Vorsatz ausgelegt werden und zur Haftung führen. Allerdings werden Ansprüche von den Behörden und Gerichten oft mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass der Fahrer den Schlagloch hätte erkennen müssen oder zu schnell gefahren ist. Da die Beweislast beim Autofahrer liegt, hat er das Problem, das Gegenteil zu beweisen.

Besser stehen die Chancen dagegen auf mautpflichtigen Strecken. Dort hat der Autofahrer Anspruch auf eine intakte Straße. Die geplante Maut für Autobahnen und Bundesstraßen dürfte deshalb die Rechtslage verändern und den Druck auf Bund und Länder erhöhen, die Fernstraßen in gutem Zustand zu halten.

Wer eine Vollkasko-Police abgeschlossen hat, der kann sich glücklich schätzen, denn in diesem Fall übernimmt die Versicherung die Schäden durch Schlaglöcher (ausgenommen an Reifen). Anders bei der Teilkasko: Da bleiben die Halter auf den Kosten sitzen. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. April 2015

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