Schon in den Ferien an den Schulweg denken!

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Viele Kindertagesstätten üben vor den Sommerferien mit den Kindern, die in die Schule kommen, den Schulweg. Damit die Kinder während der Ferien nicht alles vergessen sind die Eltern gefragt, weiter zu üben. Die letzten beiden Wochen der Sommerferien bieten sich an, um den Kindern die Besonderheiten auf ihrem Schulweg zu zeigen, Verkehrssituationen durchzusprechen und richtige Verhaltensweisen einzustudieren.

Bei der Wahl des geeigneten Schulwegs sollten Eltern ihre Kinder einbeziehen und bedenken, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste ist. Alle Schulen und Kommunen stellen Schulwegpläne zur Verfügung, die den sichersten Weg von und zur Schule zeigen.

Wenn der sichere Weg zur Schule und wieder nach Hause auf dem Plan gefunden ist, üben Eltern diesen regelmäßig mit ihren Kindern, bis sie den Eindruck haben, dass der Schulweg „sitzt“ und das Kind Vereinbarungen einhält. Dazu gehört beispielsweise das richtige Verhalten an Einrichtungen wie Ampeln, Fußgängerüberwegen und Fahrradwegen. Eltern müssen deren Bedeutung erklären und auch die Verkehrszeichen auf dem Weg besprechen.

Wichtig ist, dass sich die Eltern regelkonform verhalten – schließlich sind sie das Vorbild für ihre Kinder. Zudem sollten die zukünftigen Erstklässler auf potenziell gefährliche Situationen und unvorhersehbare Ereignisse aufmerksam gemacht werden. Hierzu zählen defekte Ampeln, Baustellen, ein zugeparkter Gehweg oder freilaufende Hunde.

Geübt wird immer an den Tagen und zu den Tageszeiten, an denen das Kind später tatsächlich gehen muss. Ein Schulwegtraining am Wochenende oder am Nachmittag macht wenig Sinn, da dann das Verkehrsaufkommen und die Verkehrssituationen ganz andere sind.

Nach mehrmaligem Üben empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht (DVW) einen Rollentausch, wie ihr Präsident und Bundesminister a.D., Prof. Kurt Bodewig erläutert: „Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule und wieder zurück führen. Dabei erklärt es Ihnen, was es sieht und was es deshalb tun möchte. Stellen Sie ruhig ein paar Fragen, aber lassen Sie Ihrem Kind genug Freiraum, um seine eigenen Erfahrungen zu machen.“ In jedem Falle muss dem Kind bewusst sein, dass der abgesprochene Weg verbindlich ist.

Zu Schulbeginn sollten Eltern ihr Kind in den ersten Tagen begleiten. Wie lange, hängt davon ab, wie schwierig der Schulweg ist und wie gut das Kind ihn bewältigt. Wenn es selbstständig zur Schule geht ist es ratsam, hin und wieder zu prüfen, ob das Kind den empfohlenen Weg nutzt und die Ratschläge noch beherzigt. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2015

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