Shanghai 2015: Peugeot 308 R HYbrid – Concept-Car mit 500 PS

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Der Peugeot 308 hat seit seiner Markteinführung weltweit bisher 280.000 Kunden überzeugt. Auf dieser Basis (EMP2-Plattform) hat Peugeot Sport nun einen neuen Plug-in-Benzin-Hybridantrieb entwickelt. Die Leistung von 500 PS und der Allradantrieb schieben die Grenzen der Sportlichkeit in diesem Segment weiter nach hinten und stehen für eine außergewöhnliche Performance. Der Peugeot 308 R HYbrid ist auf pure Leistung ausgerichtet und besitzt dementsprechend ideale Proportionen: Er ist bemerkenswert kompakt, seine Räder sind weit nach außen gesetzt und er besticht durch eine perfekte Balance. Mit seinen Reifen im Format 235/35 R19 seiner um 80 Millimeter breiteren Spur, der aggressiven Front, den prägnanten Stoßfängern und der Motorhaube mit den ausdrucksstarken Lufteinlässen weckt das Konzeptauto einen besonders sportlichen Eindruck. Der Kühlergrill im Zielflaggen-Design zitiert Motorsport-Motive und versorgt den innovativen, 500 PS starken Antrieb mit Luft.

Der Peugeot 308 R HYbrid erstrahlt in einem Blau, das durch eingearbeitete fluoreszierende Pigmente und Glaspartikel besonders intensiv wirkt. Diese Lackierung verweist nicht nur auf den Hybridantrieb, sondern ist auch eine Reminiszenz an den schon immer für französische Rennautos verwendeten Farbton. Dieses Blau verbindet sich im Bereich der hinteren Türen mit einem matten Schwarz und zeigt so eine neue Interpretation der „Coupe franche“, die die sportlichsten Peugeot-Modelle kennzeichnet.

Im Heckbereich bringt der Peugeot 308 R HYbrid seine Gestaltung vergleichsweise nüchtern zum Ausdruck. Während die Ausgestaltung der Frontpartie die exzellente Straßenlage visualisiert, erhält durch einen feingliedrigen Dachspoiler oben am Heckabschluss die Aerodynamik den letzten Schliff. Der Heckstoßfänger schließlich besitzt zwei Luftauslässe, durch die Warmluft abgeführt und so das Thermomanagement der Batterie unterstützt wird. Auf den Blenden der Lufteinlässe und Schweller aufgebrachte keramisch weiße Farbtupfer unterstreichen die Dynamik des Fahrzeugs.

Beim Öffnen der Türen fällt der Blick in einen beeindruckenden Innenraum mit einer durchlaufenden Mittelkonsole und vier Schalensitzen. Die Verkleidungen im oberen Bereich sowie der Dachhimmel sind anthrazitfarben, die Schalensitze mit patiniertem, rotbraunem Leder bezogen. Die Sportwagen-Tradition wird im Innenraum von roten Farbtupfern unterstrichen, die vor allem um die Instrumente, als Markierung für die Mittelstellung des Lenkrads und auf der Mittelkonsole zu finden sind.

Im Peugeot 308 R HYbrid kommen erstmals in einem von der Großserie abgeleiteten Modell Werkstoffe zum Einsatz, die bisher nur für Concept Cars verwendet wurden. So sind Armaturenbrett und Türtafeln mit einem Textilmaterial bezogen. Der sich weich anfühlende Stoff ermöglicht es, großflächige komplexe Teile ohne die üblichen Schaumstoffe herzustellen und so Gewicht zu sparen.

Dank der innovativen Architektur des Peugeot-i-Cockpit hat der Fahrer die vom Antrieb abgegebenen 500 PS entspannt im Griff. Das mit perforiertem Leder ummantelte, kompakte Lenkrad mit dem Logo des 308 R HYbrid liegt perfekt in der Hand und erleichtert so das präzise und direkte Einlenken in Kurven. Mit den optimal unter dem Lenkrad liegenden Schaltpaddles kann der Fahrer die sechs Gänge sozusagen mit den Fingerspitzen durchschalten. Das hochgesetzte Kombiinstrument zeigt ihm alle Informationen so an, dass er den Blick nicht von der Straße abwenden muss. Über zwei weitere Knöpfe auf der Mittelkonsole kann er die mechanischen Aggregate überwachen.

Mit seiner Leistung von 500 PS und seinem Allradantrieb erreicht der PEUGEOT 308 R HYbrid elektronisch abgeregelte 250 km/h, lässt die Nadel in knapp vier Sekunden von 0 auf 100 km/h schnellen und hakt den stehenden Kilometer in nur 22,0 Sekunden ab. Dabei stößt er im Durchschnitt nur 70 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Der Antriebsstrang umfasst drei Kraftquellen, die das Fahrzeug jeweils unabhängig voneinander antreiben können: den Vierzylinder-Benziner 1,6 l THP 270 S&S, einen 85 kW/115 PS starken Elektromotor, der mit dem Sechsgang-Getriebe gekoppelt ist und einen Elektromotor mit identischen Leistungsdaten an der Hinterachse.

Im Hinblick auf eine hervorragende Fahrdynamik wurde das Gewicht neu austariert und so weit wie möglich nach unten verlagert. Die Lithium-Ionen-Batterie, die pro Stunde 3 kW umsetzt und ein exzellentes Verhältnis zwischen Leistung und Raumbedarf aufweist, ist anstelle des Benzintanks unter den Fondsitzen angeordnet. Der 50-Liter-Tank ist dagegen in den Kofferraum gewandert, wo er über der E-Maschine und den beiden Transformatoren liegt.

Über einen auf der Mittelkonsole liegenden Wählhebel werden die vier Fahrmodi angesteuert:

– Der Hot-Lap-Modus ist der leistungsstärkste. In diesem Modus hat der Fahrer Zugriff auf das ganze Potenzial der drei Energiequellen und damit auf die Gesamtleistung von 500 PS und das maximale Drehmoment von 730 Nm.

– Der Track-Modus bietet 400 PS und 530 Nm, die im Wesentlichen vom Benzinmotor und dem hinteren Elektromotor abgegeben werden. Der vordere Elektromotor dient als zusätzlicher Leistungsboost beim Beschleunigen.

– Der Road-Modus – 300 PS und 400 Nm – ist vor allem für den normalen Straßenverkehr geeignet. Hier stellt der Benziner seine volle Leistung zur Verfügung, während der hintere Elektromotor Unterstützung beim Beschleunigen bietet. Der vordere Elektromotor greift hier nicht ein.

– Im ZEV-Modus sorgt vorzugsweise der hintere Elektromotor für den Antrieb des Peugeot 308 R HYbrid. Der vordere Elektromotor wird je nach Stellung des Gaspedals zugeschaltet.

An die hohen Fahrleistungen angepasst ist die Bremsanlage mit 380 mm großen belüfteten Scheiben und Vierkolbensätteln vorn sowie 290 mm großen Scheiben hinten. Diese greifen jedoch nicht systematisch bei jedem Bremsvorgang ein. Peugeot Sport hat den Antriebsstrang so ausgelegt, dass im gesamten Geschwindigkeitsbereich auch über die Elektromotoren verzögert wird. So werden nicht nur die Bremsbeläge geschont, das rekuperative Bremsen ist zugleich eine der drei Möglichkeiten, die Batterie wieder aufzuladen. Eine zweite Ladestrategie besteht in der Verwendung der vorderen E-Maschine als Generator, der vom Benzinmotor angetrieben wird. Die dritte Möglichkeit ist das Anfahren einer Schnellladestation, an der die Batterie in 45 Minuten wieder auf ihre maximale Kapazität gebracht wird. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 19. April 2015

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