Skoda will Marktanteil auf über 5 % steigern – Mehr SUV-Modelle und Dreizylinder-Motoren

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Die VW-Tochter Skoda will in den nächsten Jahren in Europa weitere kräftig wachsen und ihren Marktanteil auf über fünf Prozent steigern. Das kündigte Skoda-Chef Winfried Vahland im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport an. „Wir wollen mit Skoda in Europa in den kommenden Jahren gut fünf Prozent Marktanteil erreichen, wir sind jetzt bei 4,4 und kommen von 3,3 Prozent“, so Vahland.

„Insgesamt wollen wir 2018 rund 1,5 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Schon dieses Jahr schaffen wir erstmals eine Million Fahrzeuge bei Skoda“, so Vahland. In China peile Skoda einen „Absatz von jährlich 500.000 Skoda-Fahrzeugen an“. In Russland wolle Skoda Marktführer werden.

Um dieses Wachstum zu erreichen, will Skoda noch stärker in Volumenmodelle expandieren und plant weitere SUV-Modelle. Nischenmodelle wie ein Cabrio werde es dagegen von Skoda nicht geben, sagte Vahland. „Skoda wird wahrscheinlich einen großen SUV bringen. Von der Größe würde er auf dem Niveau der koreanischen Konkurrenten sein, also rund 4,60 Meter lang“, sagte Vahland der Zeitschrift in ihrer Heiligabend erscheinenden Ausgabe. „Wir würden ihn in Europa und in China auch als Siebensitzer anbieten – ein geräumiges und schönes Auto, das in alle unsere Märkte passen würde.“

Nischenmodelle haben dagegen bei Skoda keinen Platz. „Wir haben nachgedacht und sind zu der Erkenntnis gekommen, wir werden nicht mehr in Nischen investieren“, versichert Vahland. „Ein Cabrio von Skoda etwa wird es nicht geben. Nischen werden meist von den Premium-Anbietern besetzt, die sich eine breitere Palette leisten können.“

Gleichzeitig will Skoda das Downsizing verstärken und stärker Dreizylinder-Motoren in seinen Modellen einführen. „Unsere Dreizylinder-Turbobenziner haben eine schöne Fahrcharakteristik, sie hängen gut am Gas. Im Octavia wird es sicherlich einen geben“, sagte Vahland. „Ob der Superb dafür geeignet ist, weiß ich noch nicht.“

Außerdem werde Skoda Plug-in-Hybride einführen, um das CO2-Ziel von 95 Gramm pro Kilometer im Jahr 2020 zu erreichen. „Wir werden im nächsten Jahr im Durchschnitt unserer Flotte rund 114 Gramm erreichen, doch bis zu den für die Marke Skoda gesetzten 92 g/km ist es noch ein weiter Weg“, so Vahland. „Ich gehe davon aus, dass wir den Plug-in-Hybrid brauchen, um dieses Ziel zu erreichen.“ (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2014

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