So kommen Sie sicher durch den Tunnel

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In Deutschland verlaufen rund 250 Kilometer Bundesfernstraße durch 256 Tunnel. Die meisten davon liegen – topografisch bedingt – im Süden des Landes. Jeder Autofahrer sollte sich darüber informieren, wie er bei Stau, einer Panne oder Feuer im Tunnel handeln sollte.

Schon vor der Einfahrt in den Tunnel schalten Autofahrer das Abblendlicht ein und nehmen gegebenenfalls die Sonnenbrille ab. Außerdem sollten sie das Radio einschalten, um im Notfall rechtzeitig Sicherheitsinformationen zu erhalten. Im Tunnel ist es wichtig, ausreichend Abstand zu halten und regelmäßig den Tachostand zu überprüfen – in den eintönigen Röhren geht schnell das Gefühl für die Geschwindigkeit verloren.

Falls es zu Stau im Tunnel kommt, ist es wichtig Ruhe zu bewahren und am Stauende die Warnblinkanlage einzuschalten, um den nachfolgenden Verkehr darauf aufmerksam zu machen. Wichtig ist auch im Tunnel, eine Gasse für Rettungsfahrzeuge zu bilden. Wegen der stehenden Abgase ist es ratsam, die Lüftung bzw. Klimaanlage auf Umluft zu schalten. Sobald der Verkehr vollständig stoppt, stellen Autofahrer den Motor aus und warten im Fahrzeug. Für Motorradfahrer kann es sinnvoller sein, außerhalb der Röhre auszuharren.

Bei einer Panne oder einem Unfall im Tunnel gelten die gleichen Vorkehrung wie außerhalb der Röhre: Warnblinkanlage einschalten, Motor abstellen, Warnweste anziehen und die Stelle mit einem Warndreieck sichern. Wer den Wagen nicht mehr aus der Röhre fahren kann, stellt ihn am besten in einer Pannenbucht oder zumindest möglichst weit rechts ab. „Benutzen Sie bei Pannen oder Unfällen im Tunnel immer die Notruftelefone, die ab einer Tunnellänge von 400 Metern alle 150 Meter angebracht sind“, rät Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Denn dadurch wissen die Rettungskräfte – im Gegensatz zu einem Notruf per Handy – genau, wo im Tunnel Sie sich befinden.“

Wer das Auto verlassen muss, lässt am besten den Zündschlüssel im unversperrten Fahrzeug stecken, damit die Einsatzkräfte bei Bedarf den Wagen bewegen können. In Tunneln ab 400 Metern Länge befindet sich alle 300 Meter ein Notausgang. Der nächstgelegene wird mit Fluchtwegkennzeichnungen an der Tunnelwand angezeigt.

Sehr selten kommt es zu Feuer im Tunnel. Kleinere Feuer können Autofahrer mit einem Feuerlöscher löschen. Diese befinden sich bei den Notruftelefonen. Bei größerem Feuer stellen Autofahrer umgehend den Motor aus, verlassen das Fahrzeug und suchen den nächsten Fluchtausgang auf, der entgegen der Rauchentwicklung liegt. Auch hier ist es wichtig, den Zündschlüssel stecken zu lassen und das Auto nicht zu verriegeln. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 18. Juli 2015

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