Studierende im Wettstreit um bestes pilotiert fahrendes Modellauto

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Ein Modellauto, das eigenständig auf ein plötzlich auftauchendes Hindernis reagiert und sauber abbremst: An diesem Szenario tüfteln derzeit rund 50 Studierende aus ganz Deutschland beim Audi Autonomous Driving Cup. Beim Finale im Audi Museum mobile stellen sie bis zum 27. März 2015 das Können ihrer selbst programmierten Fahrzeuge unter Beweis.

Der Audi Autonomous Driving Cup wendet sich vorrangig an Studierende der Fachrichtungen Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Zehn Teams von Hochschulen aus ganz Deutschland haben sich für den Wettbewerb qualifiziert, den Audi in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltet. „Die rasant voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung im Automobilbereich bringt jede Menge spannender Herausforderungen mit sich“, sagt Audi-Personalvorstand Prof. h.c. Thomas Sigi. „Dafür suchen wir weltweit die besten Experten. Der Audi Autonomous Driving Cup ist für uns eine gute Gelegenheit, vielversprechende Nachwuchskräfte persönlich kennen zu lernen, die mit uns die Innovationen von morgen gestalten möchten.“

Die Modellfahrzeuge haben die Studierenden im Herbst vergangenen Jahres von Audi erhalten. Die Audi Q5 im Maßstab 1:8 beschleunigt ein Elektromotor auf bis zu 40 km/h. Sie sind allesamt mit einer leistungsfähigen Kamera sowie verschiedenen Infrarot- und Ultraschallsensoren ausgestattet, die Audi in ähnlicher Form auch in Serienfahrzeugen verwendet. Auch eine einheitliche Basissoftware bekamen die Teilnehmer vorgegeben. Ihre Aufgabe im vergangenen halben Jahr bestand darin, eine eigene Softwarearchitektur zu entwickeln. Diese soll die Daten von Kamera und Sensoren selbständig auswerten, daraufhin die Situation interpretieren und das Auto entsprechend steuern.

Beim Finale im Ingolstädter Audi museum mobile stellen die Studierenden nun auf einem rund 300 Quadratmeter großen Parcours die Leistungsfähigkeit ihrer Software unter Beweis. Im direkten Wettbewerb mit den anderen Teams müssen ihre Fahrzeuge zeigen, wie souverän sie auf Gegen- und Kreuzungsverkehr, schwierige Einparksituationen und plötzlich auftauchende Hindernisse reagieren. Ziel ist es, möglichst schnell und fehlerfrei durch den Parcours zu kommen. Unfälle, Zeitverlust oder ungenau ausgeführte Fahrmanöver führen zu Punktabzug. Auch ein wissenschaftlicher Vortrag, in dem die Studierenden der Jury ihr Vorgehen beim Programmieren des Fahrzeugs erläutern, und eine freie Fahrdemonstration fließen in die Bewertung mit ein. Dabei haben die Teilnehmer am letzten Wettbewerbstag die Gelegenheit, eigene kreative Lösungen oder Fahrmanöver zu präsentieren. Das Team, das am Ende die meisten Punkte erzielt, gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält 5.000 Euro, der Drittplatzierte 1.000 Euro.

Für die erste Auflage des Audi Autonomous Driving Cup haben sich Teams von zehn deutschen Hochschulen qualifiziert: Hochschule Offenburg, Freie Universität Berlin, Universität Kassel, Universität Leipzig, Technische Hochschule Ingolstadt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Leibniz Universität Hannover, Technische Universität München, Forschungszentrum Informatik Karlsruhe, Universität Freiburg.

Die Chancen der Teilnehmer auf einen zukünftigen Einstieg beim Premium-Automobilhersteller stehen gut: Allein in diesem Jahr will Audi weltweit mehr als 6.000 Mitarbeiter einstellen. Rund 4.000 dieser Neueinsteiger werden die deutschen Standorte in Ingolstadt und Neckarsulm verstärken, vor allem in den Kompetenzfeldern Leichtbau, Vernetzung und Elektromobilität. Neben Praktika und Abschlussarbeiten für Studierende bietet Audi diverse Einstiegsprogramme für Absolventen und berufserfahrene Bewerber an. Im Entwicklungsprogramm für Akademiker (EfA) beispielsweise bauen die Teilnehmer während der vierjährigen Programmdauer wertvolle Kompetenzen in zwei Bereichen auf und sammeln Erfahrung mit fachspezifischen Schnittstellen. Zudem kooperiert Audi weltweit mit 31 Partner-Hochschulen und fördert hochqualifizierte Nachwuchstalente: Derzeit promovieren mehr als 140 Doktoranden in von Audi finanzierten Forschungsprojekten. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 30. März 2015

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