Symposium widmet sich schwächeren Verkehrsteilnehmern

Das 9. Symposium von ADAC und BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) in Berlin widmete sich heute den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Renommierte nationale und internationale Verkehrssicherheitsexperten tauschten ihre Erkenntnisse aus. Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern weiter verbessert werden soll.
In einer Untersuchung der BASt wurden Herausforderungen identifiziert und Maßnahmen für die Verkehrssicherheitsarbeit abgeleitet. Dazu gehören etwa die Aufklärung über Fehlverhalten durch Verkehrssicherheitskampagnen und spezielle Trainingsangebote für ältere Fahrradnutzer.

Im Rahmen des Symposiums wurden auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus den Niederlanden zur Ablenkung von Radfahrern und Fußgängern durch Smartphones vorgestellt. E-Bike-Unfälle wurden thematisiert und Maßnahmen zu deren Vermeidung diskutiert. Eines von vielen Ergebnissen einer neuen Schweizer Studie ist beispielsweise die Frage nach der Notwendigkeit höherer Sicherheitsstandards.

Bei Kollisionen zwischen Radfahrern und rechts abbiegenden Lkw haben in der Regel die ungeschützten Verkehrsteilnehmer die schwerwiegenderen Folgen zu tragen. Abhilfe könnte ein Totwinkel-Fahrerassistenzsystem schaffen. Bei den Vereinten Nationen in Genf wurde es bereits vorgestellt. Ziel ist es, eine UN-Regelung zu definieren, um diese Unfälle künftig zu vermeiden. Solche Systeme werden bereits durch das Bundesverkehrsministerium gefördert.

Ebenso wurde eine Studie des ADAC zu Potenzialen und Einsatzgrenzen von Radschnellwegen vorgestellt.

Umstritten ist nach wie vor, ob eine gesetzliche Helmpflicht für Fahrradfahrer effektiv und sinnvoll wäre. (ampnet/nic)

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ADAC/BASt-Symposium (von links): Ulrich Klaus Becker (ADAC-Vizepräsident für Verkehr), Szabolcs Schmidt (Leiter Straßenverkehrssicherheit bei der Generaldirektion Mobilität und Verkehr er Europäischen Kommission), Guido Zielke (Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verkehr) und BASt-Vizepräsident Michael Rohloff.

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ADAC

ADAC/BASt-Symposium (von links): Ulrich Klaus Becker (ADAC-Vizepräsident für Verkehr), Szabolcs Schmidt (Leiter Straßenverkehrssicherheit bei der Generaldirektion Mobilität und Verkehr er Europäischen Kommission), Guido Zielke (Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verkehr) und BASt-Vizepräsident Michael Rohloff.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2016

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