Taxifahrer niedergeschossen – „betrieblich veranlasst“ = Arbeitsunfall

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Fordert ein Taxifahrer Personen, die sich lautstark seinem Standplatz nähern, zur Ruhe auf und wird er daraufhin niedergeschossen, so hat die Berufsgenossenschaft das Geschehen als Arbeitsunfall anzuerkennen und entsprechende Leistungen zu gewähren. Dies gilt nach Ansicht des Hessischen Landessozialgerichts jedenfalls dann, „soweit kein privates Überfallmotiv“ vorliegt und der Taxifahrer aus betriebsbedingten Gründen gehandelt“ hat. Das wurde hier anerkannt, da der Taxifahrer den Täter und seinen Begleiter als mögliche Kunden angesehen habe und sie „im Hinblick auf eine störungsfreie Fahrt mäßigen“ wollte. (Hier wurde der schießwütige Randalierer zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt.) (Hessisches LSG, L 9 U 41/13) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2015

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