Total-Tochter Hutchinson will in Deutschland wachsen

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Der zum Mineralölkonzern Total gehörende französische Zulieferer Hutchinson will sein Geschäft in Deutschland deutlich ausweiten und denkt hierzulande auch über weitere Zukäufe nach. Das kündigte Konzernchef Jacques Maigné im Gespräch mit der Automobilwoche an. „Wir haben zwar schon fünf Werke in Deutschland, zwei davon für die Luftfahrtbranche, aber wenn sich das Geschäft in Deutschland so entwickelt, wie wir das hoffen, dann werden wir unsere Kapazitäten ausweiten“, sagte Maigné der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Dies könne durch organisches Wachstum, aber auch durch Übernahmen geschehen. Erstmals veranstaltet das 35.000 Mitarbeiter zählende Unternehmen im April in Deutschland mit dem „TechDay“ eine eigene Hausmesse.

„Unsere Priorität in Europa ist ganz klar Deutschland“, betonte Maigné. Dabei bietet Hutchinson sich unter anderem für die Entwicklung an: „Die deutschen Hersteller sind allesamt sehr stark bei Innovationen. Dazu können wir in vielen Feldern einen interessanten Beitrag liefern.“ Die Schwäche der französischen Autobauer, insbesondere die von Peugeot-Citroën, macht dem Unternehmen zu schaffen. „Bis vor drei Jahren war PSA unser größter Kunde, seither ist es aber Ford“, zog Maigné Bilanz.

Gerüchte am Kapitalmarkt über einen möglichen Börsengang von Hutchinson wollte Maigné nicht kommentieren: „Solche Spekulationen gibt es schon seit 24 Jahren“.

Der einstige Kautschukverarbeiter Hutchinson wurde bereits 1853 gegründet. 1974 übernahm Total eine Mehrheitsbeteiligung und stockte sie auf inzwischen bei 100 Prozent auf. 2014 kam die Gruppe mit weltweit 96 Werken in 23 Ländern auf einen Umsatz von 3,46 Milliarden Euro. 70 Prozent entfallen auf das Automobilgeschäft, der Rest auf Luftfahrt, Eisenbahn und Verteidigung. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 9. April 2015

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