US-Energieministerium zeichnet SuperTruck-Studie von Daimler aus

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Daimler Trucks North America (DTNA) erhält den ‚Distinguished Achievement Award‘ des U.S.-Energieministeriums. Eine SuperTruck-Studie der Daimler-Tochter Freightliner aus Portland/Oregon zeigt Möglichkeiten auf, wie der Straßengütertransport der Zukunft so umweltschonend und kraftstoffeffizient wie möglich gestaltet werden kann. Gleichzeitig hatte die Studie aber auch ergeben, dass bestimmte Effizienzmaßnahmen technologisch zwar möglich, rein wirtschaftlich jedoch aus heutiger Sicht nicht sinnvoll sind.

DTNA initiierte die auf fünf Jahre angelegte SuperTruck-Studie im Jahr 2010 und erhielt für das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Fördermittel in Höhe von 40 Millionen US-Dollar vom U.S.-Energieministerium. Zielsetzung des Ministeriums war es, die Transporteffizienz bei Lkw der U.S.-Klassen 8 um 50 Prozent zu steigern. Dieses Ziel hat Daimler deutlich übertroffen. Der SuperTruck verbessert die Transporteffizienz um 115 Prozent – gegenüber einem Vergleichs-Lkw aus dem Jahr 2009. Auch der Kraftstoffverbrauch des SuperTruck zeigt Spitzenwerte. Auf Testfahrten verbrauchte der Lkw durchschnittlich rund 19 Liter auf 100 Kilometer bei 29,5 Tonnen Gesamtgewicht und einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h. In dieser Gewichtsklasse liegt der Verbrauch bislang bei circa 39 Litern. Damit setzt Daimler Trucks einen weiteren technologischen Maßstab für den nordamerikanischen Lkw-Markt.

Der Freightliner SuperTruck zeigt wie der Verbrauch durch gezielte Maßnahmen im Hinblick auf Aerodynamik, Energie-Management, die Nutzung eines intelligenten Antriebsstrangs und weiteren Stellhebeln noch weiter gesenkt werden kann. Der SuperTruck ist beispielsweise ausgestattet mit dem automatisierten Getriebe Detroit DT12 und vorausschauender Technologie, die mittels GPS und digitalen 3D-Karten die Fahrzeuggeschwindigkeit kontrolliert.

Ergebnisse der Studie in den Bereichen Aerodynamik und Antriebsstrang sind bereits in die Serienfahrzeuge Freightliner Cascadia Evolution und Western Star 5700 XE eingeflossen. So ist beispielsweise etwa jeder vierte Freightliner Cascadia Evolution mit dem automatisierten Detroit DT12-Getriebe ausgestattet.

Während genannte Optimierungen für den Kundeneinsatz wirtschaftlich sind, zeigt die SuperTruck-Studie auch, dass beispielweise ultraleichte Materialien derzeit nicht ökonomisch sinnvoll sind. Aluminium für die Lkw-Rahmenkonstruktion sowie Carbonfasern im Innen- und Außenbereich des Fahrerhauses reduzieren zwar das Fahrzeuggewicht, bedeuten jedoch auch höhere Material- und Fertigungskosten. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2015

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