Versicherung: Wenn zweimal dieselbe Stelle getroffen wird

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Rechnet ein Autofahrer einen Unfallschaden mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung auf Gutachtenbasis ab und lässt er die Beulen nicht reparieren, so darf die Versicherung eines dritten Autofahrers, der dem Geschädigten nochmal in die gleiche Stelle (im linken Frontbereich) „rauscht“, die Schadenersatzleistung nicht kürzen. Sie darf nicht argumentieren, es habe sich lediglich um eine „geringfügige Schadenerweiterung“ gehandelt und es seien deshalb nur anteilige Lackierkosten zu erstatten. Das Landgericht Saarbrücken machte deutlich, dass sich der geschädigte Autofahrer nur die gezahlte Summe aus der ersten Abrechnung von der neu ermittelten Summe abziehen lassen müsse (hier ergab das immer noch knapp 2.000 €). (LG Saarbrücken, 13 S 198/13) (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 20. März 2015

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