Volkswagen und IG Metall schließen Tarifrunde erfolgreich ab

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Volkswagen und die IG Metall haben in der Nacht zum Donnerstag in Hannover die Verhandlungen über den Haustarif erfolgreich abgeschlossen. Zum 1. Juni 2015 steigt die Grundvergütung um 3,4 Prozent. Darüber hinaus zahlt das Unternehmen 450 Euro in die betriebliche Altersvorsorge ein. Zudem bietet die Volkswagen AG künftig 1.400 Ausbildungsplätze an. Ferner einigten sich die Tarifvertragsparteien darauf, noch in diesem Jahr einen konstruktiven Dialog zum Zukunftsplan Gute Arbeit aufzunehmen.

Der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Horst Neumann, sagte: „Der Tarifabschluss ist ein gerade noch tragbarer Kompromiss, der es ermöglicht, die Wettbewerbsfähigkeit in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld zu erhalten und die Leistung der Beschäftigten anzuerkennen. Zusätzlich zur Anhebung der Grundvergütung verbessert Volkswagen die Altersvorsorge seiner Beschäftigten. Und mit der Zusage von jährlich 1.400 Ausbildungsplätzen sorgen wir dafür, dass auch künftig eine große Zahl junger Menschen erstklassige Berufs- und Zukunftschancen erhält.“

Erhöhung des Entgelts: Das Grundentgelt für die Tarifbeschäftigten wird ab 1. Juni 2015 um 3,4 Prozent erhöht. „Volkswagen und die IG Metall haben die schwierige Lage auf vielen Märkten und den harten Wettbewerb in der Automobilbranche im Blick behalten“, sagte der Verhandlungsführer von Volkswagen, Martin Rosik, Personalleiter der Marke Volkswagen Pkw. „Der Abschluss bringt den Beschäftigten eine spürbare Einkommensverbesserung und richtet sich zugleich an der wirtschaftlichen Leistungskraft der Branche aus.“

Baustein für die Altersvorsorge: Volkswagen zahlt in die betriebliche Altersversorgung (Beteiligungsrente II) seiner Vollzeitbeschäftigten 450 Euro ein (April 2015: 200 Euro, Januar 2016: 250 Euro). Teilzeitbeschäftigte erhalten den Betrag entsprechend ihrer Arbeitszeit anteilig. Auszubildende und Studierende im Praxisverbund erhalten insgesamt 150 Euro.

Zukunftsplan Gute Arbeit: Angesichts fortschreitender Digitalisierung der Arbeitswelt in Büro und Fabrik haben die Tarifvertragsparteien die Aufnahme von Gesprächen zu folgenden Themen vereinbart: Gesund bleiben bei der Arbeit; Arbeit und Privatleben besser vereinbaren; Innovativ ausbilden und qualifizieren; Altersvorsorge ausbauen; Moderne Arbeitsorganisation und Flexibilität. Sollten aus den Gesprächen Vereinbarungen erfolgen, werden diese unter Berücksichtigung der Gleichrangigkeit von Beschäftigungssicherung und Wettbewerbsfähigkeit getroffen.

Ausbildung: Ab 2015 bietet die Volkswagen AG jährlich 1.400 Ausbildungsplätze an. Darin sind die Plätze für das Studium im Praxisverbund enthalten. Die Regelung betrifft die Werke Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel und gilt bis einschließlich 2017. Für Semesterbeiträge, die Studierende im Praxisverbund zu tragen haben, zahlt die Volkswagen AG einen Zuschuss von pauschal 350 Euro brutto je Semester.

Laufzeit des Tarifvertrags: Die Laufzeit des neuen Haustarifvertrags beträgt 15 Monate (1. März 2015 bis 31. Mai 2016). Rosik: „Mit dieser Laufzeit bleiben wir weiterhin dicht am Flächentarif. Wir wollen auch künftig unseren Tarifvertrag in einem vergleichbaren wirtschaftspolitischen Umfeld verhandeln wie unsere Wettbewerber.“

Geltungsbereich: Der Haustarifvertrag der Volkswagen Aktiengesellschaft gilt für rund 115.000 Beschäftigte der Werke in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. (dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 10. März 2015

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