Vorsicht bei Wildwechsel

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Im vergangenen Jahr wurden in Brandenburg und Berlin mehr als 10.000 Wildunfälle gemeldet. Diese Unfälle können zwar in jeder Jahres- und Tageszeit geschehen, nehmen jedoch vor allem im Herbst zu. Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung, wenn die Tiere am aktivsten sind, kann es für Autofahrer brenzlig werden. Kraftfahrer sollten sich dabei nicht allein auf die warnenden Verkehrsschilder verlassen. Der ADAC Berlin-Brandenburg rät grundsätzlich zu erhöhter Vorsicht bei der Fahrt entlang von Wald- und Feldrändern oder auf neu angelegten Landstraßen.

Sobald ein Reh am Straßenrand auftaucht, gilt es, sofort die Geschwindigkeit zu drosseln und so langsam wie möglich vorbeizufahren. Auch Hupen ist sinnvoll, um das Tier zu vertreiben. Außerdem ist es wichtig, sofort abzublenden, denn im Licht der Scheinwerfer verharren die Tiere meist regungslos. Da ein Wildtier selten allein kommt, sollten Autofahrer zunächst nur langsam weiterfahren.

„Auf keinen Fall sollten Fahrer versuchen, im letzten Moment abrupt auszuweichen. Besser einen Zusammenstoß mit dem Wild riskieren, als die Kontrolle über sein Fahrzeug zu verlieren“, warnt ADAC Technik-Experte Jörg Kirst. Bei einer Kollision muss der Fahrer scharf bremsen, dabei das Lenkrad festhalten und die Fahrlinie halten. Ausweichmanöver haben meist die schlimmeren Konsequenzen. Viele ungeklärte, tödliche Baumunfälle lassen sich dem Experten zufolge vermutlich auf Wildwechsel-Situationen zurückführen.

Nach einem Wildunfall muss das Warnblinklicht eingeschaltet, die Warnweste angezogen und die Unfallstelle mit Warndreieck gesichert werden. Dann ist umgehend die Polizei zu informieren, damit diese den Wildunfall für die Versicherung bestätigen kann. Jeder Wildunfall ist meldepflichtig, auch wenn ein Tier angefahren worden ist und danach in den Wald flüchtet. (dpp-AutoReporter/sgr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2015

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