Weltpremiere: Mercedes-Benz Lkw präsentiert neueste Motorengeneration

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Im Rahmen seiner Veranstaltung „Shaping Future Transportation 2015 – Campus Efficiency“ hat Mercedes-Benz in Berlin seinen neuesten Lkw-Motor vorgestellt. Die neue Generation des Schwer-Lkw-Motors OM 471 spart im Vergleich zu seinem Vorgänger bis zu drei Prozent Kraftstoff, reduziert die Betriebskosten und senkt gleichzeitig die CO2-Emissionen. Damit profitieren Lkw-Kunden und Umwelt gleichermaßen von der jüngsten Lkw-Motorenentwicklung von Mercedes-Benz.

Der Motor OM 471 ist Teil der erfolgreichsten Plattform für schwere Lkw Motoren von Daimler Trucks. Die weltweit sauberste und modernste Motorenplattform erfüllt sowohl die strengen Abgasnormen in Europa, Nordamerika als auch in Japan. Denn die Aggregate arbeiten sowohl in den Schwer-Lkw von Mercedes-Benz als auch in den Trucks von Freightliner und Western Star in Nordamerika sowie von FUSO in Asien. Bislang wurden diese Schwer-Lkw-Motoren weltweit rund 250.000-mal verbaut, davon mehr als 100.000-mal in Mercedes-Benz Lkw. Für die Weiterentwicklung der Motorenplattform hat Mercedes-Benz Lkw 60 Millionen. Euro investiert.

Dazu Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw: „Unser Anspruch ist es, die Zukunft des Straßengüterverkehrs mitzugestalten. Die Neueste Generation unseres Erfolgsmotors OM 471 liefert den Beweis dafür. Denn von seiner höheren Effizienz von bis zu drei Prozent Kraftstoffersparnis profitieren unsere Kunden und die Umwelt.“

Der Effizienzfortschritt ergibt sich aus mehreren innermotorischen Neuerungen. Verbesserungen bei der Kraftstoffeinspritzung, eine höhere Verdichtung, ein neuer Abgasturbolader sowie eine reduzierte Rate der Abgasrückführung sorgen für die Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Im durchschnittlichen Einsatz mit einer Laufleistung von etwa 130.000 km/Jahr verbraucht ein Mercedes-Benz Actros mit dem neuen Motor im Jahr etwa 1100 Liter Diesel weniger und stößt etwa drei Tonnen weniger CO2 aus.

Effizienz ist zentraler Bestandteil der Strategie von Daimler Trucks und Mercedes-Benz Lkw; sie definiert zusammen mit Sicherheit und Vernetzung die Rolle des Unternehmens als Technologieführer der Branche. Die Kraftstoff-Effizienz eines Fahrzeugs ist wesentliches Kaufkriterium für die Kunden, entfallen auf Diesel doch 30 Prozent der Gesamtbetriebskosten eines Lkw. Geringerer Kraftstoff-Verbrauch bedeutet außerdem geringere CO2-Emissionen. Effizienz-Fortschritte bringen somit ökonomische und ökologische Ziele in Einklang.

Der Kraftstoffverbrauch von Lkw pro Tonnenkilometer hat sich seit 1965 um 60 Prozent reduziert gleichzeitig wurden sechs neue Abgasstufen umgesetzt und die Motoren immer sauberer. Die modernen Lkw- Motoren von Mercedes-Benz mit der Abgasstufe Euro VI sind inzwischen so sauber, dass Partikelemission kaum mehr gemessen werden können. Mercedes-Benz war dabei stets Pionier und Effizienz-Führer. So erreichte der Motor OM 346 Mitte der 60er Jahre durch den Wechsel zur Direkteinspritzung eine Kraftstoffersparnis von bis zu 25 Proeznt. Jüngster Meilenstein war 2011 der neue Schwer-Lkw Mercedes-Benz Actros ausgestattet mit dem Reihensechszylinder OM 471 nach Euro VI. Damit erfüllte Mercedes-Benz Lkw sehr früh die ab 2014 greifende Abgasnorm und verminderte den Kraftstoff-Verbrauch bereits um bis zu fünf Prozent.

Die neue OM 471-Motorengeneration ist bereits europaweit im Mercedes-Benz Actros bestellbar. Die Auslieferungen der Fahrzeuge starten im Oktober. Ab August 2015 treibt der neue Motor in Europa außerdem serienmäßig die Reisebusse der Setra-TopClass an und ist auch bestellbar für die Setra ComfortClass-Busse und den Mercedes-Benz Travego.

Motorenbestleistungen wie beim OM 471 sind nur ein Baustein eines ganzheitlichen Leitbildes zur weiteren Steigerung der Transporteffizienz im Straßengüterverkehr. Auch andere Aspekte wie die Aerodynamik der Auflieger, alternative Kraftstoffe, die Transportsteuerung oder ein zweckdienlicher Ausbau der Verkehrsinfrastruktur müssen Teil eines integrierten Ansatzes sein, um den Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen nochmals deutlich zu senken.

Daten aus der zur IAA 2014 vom europäischen Automobilherstellerverband ACEA präsentierten internationalen Studie des unabhängigen belgischen Instituts für Verkehrsforschung Transport & Mobility Leuven (TML) zeigen das Potenzial dieses integrierten Ansatzes für den Zeitraum 2014 bis 2020: So könnten durch fahrzeuginterne Maßnahmen über die gesamte Flotte hinweg die CO2-Emissionen um weitere sechs Prozent reduziert werden. Weitere 2,5 Prozent ließen sich durch alternative Kraftstoffe einsparen. Effizientere Transportabläufe brächten eine weitere Verringerung von 13%. Dadurch ließen sich von 2014 bis 2020 die durch den Straßengüterverkehr verursachten CO2-Emissionen um insgesamt über 20 Prozent senken, also um 3,5 Prozent pro Jahr.

„Den Verbrennungsantrieb immer weiter zu optimieren, ist wichtig, genügt aber nicht. Wir müssen von einem ‚reinen Neufahrzeugansatz‘ zu einem vollständig integrierten Ansatz übergehen. Damit ließen sich die jährlichen CO2-Einsparungen unserer Branche mehr als verdoppeln. So lassen sich Gesamtbetriebskosten und CO2-Emissionen effizient weiter deutlich senken“, so Buchner. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. Juli 2015

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