Wer am Vollkasko-Beitrag sparen will, muss auch bei der Leistung sparen

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Autobesitzer, die mit ihrer Vollkaskoversicherung eine Werkstattklausel vereinbart haben, eine Reparatur jedoch bei einer freien Werkstatt in Auftrag geben, müssen einen (hier: 15prozentigen) Abschlag bei der Erstattung der Kosten hinnehmen, auch wenn die Stundensätze der freien Werkstatt mit denen der Vertragswerkstatt identisch sind. Das Amtsgericht München kam zu diesem Ergebnis, weil diese Regelung in den Vertragsbedingungen ausdrücklich vorgesehen war und auch inhaltlich vertreten werden konnten. Wer wegen der eingegangenen Werkstattbindung einen Beitragsnachlass in Anspruch genommen habe, der müsse im Gegenzug auf der Leistungsseite sparen helfen.

Das sehe hier auf den ersten Blick zwar nicht danach aus, weil beide Werkstätten gleiche Stundenlöhne berechneten. Bei der Vertragswerkstatt der Versicherung sei aber am Ende der „Mengenrabatt“ maßgebend. (Hier wehrte sich der Autofahrer erfolglos gegen die Kürzung, weil er bei der Vertragswerkstatt einen Monat hätte warten müssen. Das sei – weil es sich um einen „äußerlichen“ (Hagel-)Schaden gehandelt habe, hinnehmbar gewesen. Außerdem hätte er seinen Versicherer nach einer anderen Vertragswerkstatt fragen können.) (AmG München, 122 C 6798/14) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 7. August 2015

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