Winterreifenpflicht nur bei „durchgehend unwirtlichen Straßenverhältnissen“ am Tag

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Eine Kfz-Vollkaskoversicherung darf einem versicherten Autofahrer, der im Winter mit Sommerreifen in einer Innenstadt einen Unfall baute, den Schadenersatz nur dann zum Teil streichen, wenn an dem betreffenden Tag „durchgehende winterliche Straßenverhältnisse herrschten“. Die Verpflichtung, Winterreifen zu benutzen, orientiert sich an dem konkreten Tag der Nutzung des PKW und in der konkreten Verkehrssituation herrschenden Witterungs- und Straßenverhältnissen. (Hier konnte der Versicherer nicht nachweisen, dass an dem betreffenden Tag solche „durchgehenden“ winterlichen Verhältnisse herrschten, was dem Versicherten die Leistungskürzung ersparte. Allenfalls in den Tagen davor hatte es Schneefälle gegeben.) (AmG Mannheim, 3 C 308/14) (Wolfgang Büßer/dpp-AutoReporter)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 6. November 2015

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