Zehn Jahre Maserati MC12

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Vor zehn Jahren begann der Maserati MC12 den GT-Sport zu dominieren, unlängst wurde ihm die Ehre zuteil, eine Rennwagenparade beim Gran Premio Parco del Valentino in Turin anführen zu dürfen. Am Steuer saß der Mann, der maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Supersportwagens im internationalen Motorsport beigetragen hat: der deutsche Rennfahrer Michael Bartels (47). Mit seinen Siegen, meist zusammen mit dem Italiener Andrea Bertolini, machte er den Maserati MC12 GT1 zu dem mit Abstand erfolgreichsten GT1-Fahrzeug jener Zeit.

Zehn Jahre ist es her, dass – nach einigen Testeinsätzen im Jahr 2004 – Maserati 2005 mit dem MC12 GT1 offiziell in den internationalen Motorsport zurückkehrte. In der Folge fuhr Maserati bis Ende 2010 in der weltweit ausgetragenen FIA GT-Meisterschaft bzw. FIA GT-Weltmeisterschaft insgesamt zwölf Titel ein – in Konstrukteurs-, Team- und Fahrerwertungen. Unter den 26 Rennsiegen zählen die Triumphe bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps sicher zu den bedeutendsten Erfolgen. „Das Auto vereint Zuverlässigkeit und Speed auf perfekte Weise“, schwärmte seinerzeit Michael Bartels, der von 2005 bis 2010 durchgängig den MC12 GT1 pilotierte.

Neben dem Erfolg auf der Rennstrecke war der MC12 aber auch ein kommerzieller Volltreffer: Wie es das Reglement vorsah, fertigte Maserati im Jahr 2004 zur Homologation 25 Straßenfahrzeuge. Sie waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Kurzerhand wurde noch eine zweite Serie mit ebenfalls 25 Exemplaren aufgelegt, so dass insgesamt 50 straßentaugliche MC12 entstanden – mit Merkmalen wie Mittelmotorbauweise, 465 kW/632 PS starkem 6,0-Liter-V12-Triebwerk und Karbon-Monocoque nimmt er einen festen Platz in der über 100-jähigen Geschichte von Maserati ein.

Zusätzlich zu den 50 MC12 Straßenfahrzeugen und den MC12 GT1 Rennwagen entstand im Jahr 2006 aus Anlass der ersten Titelgewinne eine auf zwölf Fahrzeuge (plus drei Prototypen) limitierte Serie, der MC12 Corsa. Er orientierte sich technisch stärker am Rennfahrzeug, hatte eine Leistung von 555 kW/755 PS und war nicht zur Zulassung im Straßenverkehr vorgesehen. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 4. Juli 2015

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