Moped Kennzeichen

Die Kennzeichen von Mofas und Mopeds haben jedes Jahr eine neue Farbe. Dann muss das Versicherungskennzeichen erneuert werden. Bei einigen Versicherungen können Halter eine Klebefolie statt eines Schilds wählen.

Wer dennoch weiter mit einem alten Kennzeichen fährt, verliert seinen Haftpflichtversicherungsschutz und macht sich zudem strafbar. Zwar muss man als Halter eines Kleinkraftrades keine Zulassung besitzen und Steuern bezahlen, aber man benötigt einen Versicherungsnachweis in Form des Kennzeichens. Das neue Kennzeichen bekommt man bei seiner Versicherung.

Foto: Mofa Kennzeichen wird gewechselt
Jedes Jahr muss das Versicherungskennzeichen des Mofas gewechselt werden. © dpp-AutoReporter

Anders als Pkw müssen Mofas und Mopeds nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden, für den Betrieb auf öffentlichen Straßen sind nur Betriebserlaubnis und Versicherungskennzeichen erforderlich. Bis Ende Februar sind die Kennzeichen gültig, danach wird die Farbe gewechselt.Schwarz

In welchem Jahr gilt welche Farbe?

Die Nummernschilder für Versicherungspolicen sind Jahresverträge. Jedes Jahr wird eine andere Farbe für die Schilder festgelegt. So lässt sich leicht erkennen ob ein gültiger Versicherungsschutz besteht. Ein Versicherungsjahr beginnt am 1. März, läuft vom 1. März bis zum 28./29. Februar des Folgejahres und endet automatisch an diesem Tag. Daher muss am 1. März eines jeden Jahres ein neues Nummernschild erworben und angebracht werden. Die Farben wechseln jährlich zwischen Grün, Schwarz und Blau. Seit März 2022 wird zum Beispiel ein Kennzeichen mit grüner Schrift benötigt. Rote Nummernschilder werden nur zu Ummelden verwendet und beginnen immer mit dem Buchstaben „Z“.

FarbeJahr
🌑 Schwarz2020, 2023, 2026, 2029
🔵 Blau2021, 2024, 2027, 2030
🟢 Grün2022, 2025, 2028, 2031

Für wen gelten die Moped Kennzeichen?

Versicherungskennzeichen gelten für Kleinkrafträder, die nicht mehr als 50 cm3 Hubraum haben und nicht schneller als 45 km/h fahren und für Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über sechs km/h bis max. 45 km/h.

Auch Segways (bis 20 km/h) sowie Quads und Trikes mit maximal 50 cm3 Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h und gleich schnelle E-Roller. Einen Sonderfall stellen Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 01.03.1992 versichert waren. Sogenannten S-Pedelecs mit einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde und einem Motor um die 500 Watt benötigen ebenfalls eine Versicherung.

Dimensionen im Video

Das Kennzeichen sollte nicht größer als 255 Millimeter (Breite) mal 130 Millimeter (Höhe) sein.

Versicherung unbedingt notwendig

Um sich gegen Schäden am eigenen Moped abzusichern, rät ÖSA-Fachmann Kurth zu einer Teilkaskoversicherung. Diese schützt auch bei Unwetterschäden, Glasbruch des Spiegels oder Blinkers sowie bei Diebstahl des Fahrzeugs oder von Fahrzeugteilen.

Nach den Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben im Jahr 2013 rund 1,7 Millionen Mofas und Mopeds knapp 23.000 Haftpflichtschäden verursacht. Diese kosteten die Versicherer insgesamt rund 59 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unfallhäufigkeit der Kleinkrafträder von 15 auf nur noch 13 Schäden je 1.000 Fahrzeuge. Erfreulicherweise sinkt die Anzahl der Haftpflichtschäden bei Mofas weiter.

Ebenfalls rückläufig war die Zahl der Diebstähle: Im Jahr 2013 wurden rund 3.200 kaskoversicherte Mofas und Mopeds geklaut, das waren 24 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotzdem verschwinden Kleinkrafträder damit immer noch deutlich häufiger als andere Kraftfahrzeuge: Von 1.000 Mofas und Mopeds wurden 13 gestohlen, bei Pkw lag die Diebstahlsquote 2013 bei nur 0,5 von 1.000 Fahrzeugen.

Elektroroller im kommen

Klassische Mopeds werden immer seltener genutzt. In den letzten 40 Jahren hat sich die Fahrleistung von Mofas und Mopeds in Deutschland quasi halbiert. Laut statista betrug sie 1980 noch 7,6 Milliarden Kilometer – 2020 gerade mal 3,4 Milliarden. Dagegen liegen Elektrofahrräder im Trend: Sie sind bequem, schick und schnell. 2021 hatten statista zufolge schon 7,2 Millionen Menschen in Deutschland ab 14 Jahre ein Elektrofahrrad bzw. Pedelec im Haushalt.  Aktuelle Auswertungen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen, dass die durchschnittliche Schadenhöhe bei E-Scootern ähnlich ist wie bei Mofas und Mopeds.

Anbieter für ein Kennzeichen

Mit einem der folgenden Anbieter kommst du schnell an dein Kennzeichen. Du musst auch nicht immer zu einem Versicherungsunternehmen. Du kannst dich auf an eine Versicherungsagentur in deiner Nähe wenden. Hier sind einige Versicherungen:

Häufige Fragen

Was kostet ein Mofa Versicherungskennzeichen?

Die Kosten hängen vom Umfang der Versicherung ab. Vorgeschrieben ist nur eine Haftpflichtversicherung. Eine zusätzliche Teilkasko ist freiwillig. Das Alter des Fahrers wirkt sich ebenfalls auf die Kosten aus. Es wird allerdings nur unterschieden, ob der Fahrer älter oder jünger als 23 Jahre ist. Bei den Kosten sollte man mit 30 bis 150 Euro pro Jahr rechnen. Die Prämienhöhe richtet sich dann nach dem tatsächlichen Nutzungszeitraum. Wer also nicht das ganze Jahr fährt, zahlt weniger.

Wer verkauft das Versicherungskennzeichen?

Ein Kennzeichen für Roller, Leichtkrafträder und Mofas kann man direkt bei der Versicherung kaufen und sich dieses dann zusenden lassen.

Wo kann ich die Versicherung eines Mofa-Kennzeichens abfragen?

Zu jedem Versicherungskennzeichen für Mofas oder jeder Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter) kann die zugehörige Versicherungsgesellschaft ermittelt werden. Beim Zentralruf der Autoversicherer kann man direkt das Kennzeichen abfragen.

Wann gilt als Mofa?

Als Mofa bezeichnet man Fahrräder mit Hilfsmotor, einem Hubraum von nicht mehr als 50 ccm (bei Elektromotoren mit einer Nennleistung von mehr als vier kW) und einer Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h (Leichtmofas) bzw. bis 25 km/h (Mofas).

Wie groß darf ein Mofa Kennzeichen sein?

Für ein Leichtkraftrad-Kennzeichen ist eine Größe von maximal 255 Millimeter Breite und 130 Millimeter Höhe vorgeschrieben. Es sind bis zu 6 Zeichen in der zweiten Zeile erlaubt


Beitrag zuletzt aktualisiert am 3. November 2022