KFZ-Steuer ausrechnen

Wie rechner ich denn jetzt die Kfz-Steuer aus? Umschlüsselung bei Autos aus den 1990er Jahren verspricht Steuerersparnis. In den 1990er Jahren wurden Pkws nach und nach mit dem G-Kat ausgestattet. Doch die Autohersteller passten die Schlüsselnummern nicht immer gleich an, sodass etliche Fahrzeuge heute der Abgasnorm Euro 1 zugeordnet werden, obwohl sie die Anforderungen der Norm Euro 2 erfüllen. Eine nachträgliche Umschlüsselung verspricht eine schöne Steuerersparnis.

Halter älterer Pkw haben über ihre Fahrzeuge oft eine zwiegespaltene Meinung. Auf der einen Seite mögen sie ihre Autos, weil sich diese in einem guten Zustand befinden und daher immer noch einen treuen Dienst verrichten. Zudem ist häufig nicht die Möglichkeit gegeben, Pkws neueren Baujahrs anzuschaffen. Infolge sind viele Personen froh, dass ihre alten Fahrzeuge noch so gut in Schuss sind.

Hilfe zur Kfz Steuer

Auf der anderen Seite werden die hohen Kfz-Steuern bemängelt. Diese liegen vor allem dann sehr hoch, wenn lediglich die Anforderungen der Abgasnorm Euro 1 erfüllt werden. In solch einer Situation werden nämlich gut 15 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum fällig. Bei einem Auto mit 2,5-Liter Motor fallen somit jährliche Steuern in Höhe von gut 375 Euro an. Dies ist vor allem deshalb so ärgerlich, weil so mancher SUV-Besitzer trotz höherem Verbrauch weniger Steuern bezahlt. Hier können Sie ihre KFZ-Steuerlast ausrechnen.

Trotz dieser Kosten muss aber nicht gleich über eine Abmeldung nachgedacht werden. Eventuell besteht nämlich die Möglichkeit einer Umschlüsselung im Fahrzeugschein, die wiederum eine deutliche Entlastung bei der Kfz-Steuer zur Folge hat.

Was die Umschlüsselung der Kfz-Steuer bedeutet

Die Kfz-Steuer wird unter anderem durch die Schlüsselnummer beeinflusst, die im Fahrzeugschein festgehalten ist. Ein Einfluss ist deshalb gegeben, weil das Finanzamt die Abgasnorm aus der Nummer ableitet. Die Norm hat wiederum einen sehr großen Einfluss auf die Höhe der Steuer.

Bei einigen Fahrzeugen, die in den 1990er Jahre gefertigt wurden, liegt eine unnötig schlechte Einstufung vor. Der Grund ist simpel: Diese Fahrzeuge wurden zunächst nur mit ungeregeltem Katalysator oder teilweise sogar ganz ohne Katalysator angeboten, bis dann später auch Modelle mit G-Kat folgten. Weil es sich um bestehende Modellreihen handelt, wurden die alten Schlüsselnummern trotz der Kat-Änderung oft fortgeführt. In anderen Worten: Diese Autos erfüllen die Anforderungen der Abgasnorm Euro 2, die jedoch nicht zum Tragen kommt, weil eine unpassende Schlüsselnummer im Fahrzeugschein steht.

Wer solch einen Fall beim eigenen Fahrzeug vermutet, kann sich an einen Autovertragshändler oder auch direkt an den Kfz-Hersteller wenden und dort erkundigen. Sofern eine andere Schlüsselnummer existiert, welche die bessere Abgasnorm belegt, so kann dies schriftlich bestätigt werden. Mit dieser Bestätigung wird anschließend das Finanzamt aufgesucht.

Neben Steuerersparnis auch Rückerstattung möglich

Sofern eine anderweitige Besteuerung möglich ist, ergibt sich hieraus unter Umständen nicht nur eine künftige Ersparnis. Sofern das Fahrzeug auf den gegenwärtigen Halter schon länger zugelassen ist, steht diesem sogar eine Rückerstattung der bisher zu viel bezahlten Kfz-Steuern zu – im besten Fall sogar rückwirkend bis zum Zeitpunkt der Erstzulassung.

Welche Ersparnis möglich ist, hängt in erster Linie vom Hubraum ab. Es gilt: Je mehr Hubraum, desto größer der absolute Steuervorteil. Die bessere Einstufung von Euro 1 nach Euro 2 hat fast eine Halbierung der Steuerlast zur Folge.

Bei diesen Autos ist die Umschlüsselung möglich

Wie bereits erwähnt wurde, betrifft dieses Problem in erster Linie Fahrzeuge, deren Fertigung in den 1990er Jahren erfolgte. Zudem müssen sie über einen G-Kat verfügen – ohne diesen können die Anforderungen der Abgasnorm Euro 2 nicht erreicht werden.

Sollte ein vorhandener Pkw lediglich über einen U-Kat verfügen oder sogar überhaupt keinen Katalysator aufweisen, besteht unter Umständen die Möglichkeit der Nachrüstung. Hier gibt es den Steuervorteil dann zwar nicht kostenfrei, aber je nach geplanter Nutzungsdauer kann sich die Nachrüstung immer noch rechnen. In solch einem Fall gilt es zu prüfen, ob eine Kat-Nachrüstung möglich ist und welche Kosten daraus resultieren.

Weitere Informationen finden sie hier.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 27. März 2016

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