Rechtsfragen zum Straßenverkehr

Wenn es um das Thema Straßenverkehr geht, ist jeder überzeugt, den ultimativen Durchblick zu besitzen. Schließlich ist man nie selbst derjenige, der sich nicht an die geltenden Gesetze und Regeln hält, sondern immer nur andere Verkehrsteilnehmer, die für die zahlreichen Ärgernisse verantwortlich sind. Der Frage, ob dies allerdings wirklich immer so zutrifft oder ob man nicht doch versehentlich dem ein oder anderen Mythos aufgesessen ist, gehen wir in dieser Übersicht nach.

Müssen Räder immer auf den Radweg?

Radfahrer im Straßenverkehr

Eines der prominentesten Ärgernisse für Autofahrer stellen Radfahrer dar. Diese sind gerade auf schmalen Straßen schwer zu überholen und bremsen uns daher mitunter ziemlich aus. Ist dies mangels einer Alternative für den Radler noch hinnehmbar, so steigt die Verärgerung, wenn parallel zur Straße ein Radweg verläuft. Viele sind deshalb der Überzeugung, es gäbe eine allgemeine Pflicht für Fahrräder, einen Radweg zu benutzen. Dies trifft allerdings nur teilweise zu. Tatsächlich besteht das Gebot nur, wenn eines der drei blauen Schilder mit dem Radsymbol eine Nutzung explizit anordnet. Doch auch dann kann es noch berechtigte Gründe geben, warum der Radler lieber die Straße benutzt. So muss der Radweg in einem akzeptablen Zustand sein und darf auch keine Hindernisse aufweisen. Sollte dies der Fall sein, ist eine Nutzung der Fahrbahn gestattet.

Wer haftet bei einem Fehlverhalten?

Unfälle gehören zu den unschönen Dingen, die einem im Straßenverkehr passieren können. Um für diese Eventualität gut abgesichert zu sein, ist es daher einerseits immer eine Empfehlung, auf kfz-versicherung-wechseln.com nach der passenden Versicherung zu suchen. Andererseits hilft es zu wissen, wer laut Gesetz für ein Fehlverhalten haftet. Grundsätzlich wird dafür zunächst immer der Halter des Fahrzeugs zur Rechenschaft gezogen. Auch wenn du dein Fahrzeug einem Bekannten leihst und sich dieser einen Strafzettel einhandelt, wird der Bußgeldbescheid an dich gesendet. Darüber hinaus muss der Fahrzeughalter sicherstellen, dass sich das Fahrzeug in einem fahrtauglichen Zustand befindet. Ist etwa das Reifenprofil nicht ausreichend, haftest du auch, wenn du zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht selbst gefahren bist. In diesem Fall kommt es dann sogar zu einer doppelten Strafe und auch der Fahrer wird belangt. Bei Unfällen eines anderen Fahrers zahlt auch eine Kfz-Versicherung ohne Schufa, allerdings kann sich dies auf die Schadenfreiheitsklasse auswirken.

Wann ist das Hupen erlaubt?

Wer bereits in einem südlichen Land Urlaub gemacht hat, wird die erhöhte Nutzung der Hupe festgestellt haben. Dies führt zur Frage, wann genau eigentlich das Hupen in Deutschland gestattet ist und wann dies als Nötigung mit einem Bußgeld bestraft werden kann. Die grundsätzliche Idee der Hupe ist die Verwendung als Warnsignal. Als solches sollte sie auch verstanden werden, sodass zum Beispiel der Einsatz wegen eines etwas zu langsamen Fahrers nicht angebracht ist und möglicherweise sanktioniert werden könnte. Streng genommen ist also auch ein Autokorso mit Hupkonzert nicht erlaubt, hier drücken die Behörden allerdings meist ein Auge zu. Gestattet ist die Hupe hingegen, um außerorts ein Überholmanöver anzukündigen. In der Praxis wird dies zwar selten umgesetzt, dennoch ist es erlaubt, davon Gebrauch zu machen. Keine gute Idee wäre es aber, dabei auch noch zu nah aufzufahren. Dies kann als Nötigung ausgelegt werden und wird entsprechend bestraft.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2021