§ 28 Tiere in der StVO. Hund im Auto

Der Hund ist das Lieblingshaustier der Deutschen: 9,8 Millionen Deutsche lebten 2013 in einem Haushalt mit Hund. Und ob Urlaub oder Tierarztbesuch – gelegentlich muss der Hund im Auto mitfahren. Doch welche Regeln gelten für Bello als Beifahrer?

Grundregel Nummer 1: Der Hund ist im Auto wie jedes andere Tier auch zu sichern. Das ist nicht nur eine Vorsichtsmaßnahme, die den besten Freund des Menschen bei Unfällen schützt, sondern steht so in der StVO. Ebenfalls verboten: Den Hund neben dem Auto herlaufen lassen („das Tier vom KFZ aus führen“) und den Hund ohne Hundehalter auf die Straße lassen. Für Autofahrer, die dagegen verstoßen, kann es mitunter teuer werden.

Verstoß Bußgeld Punkte
Tiere nicht ausreichend gesichert 35 €
…mit Gefährdung 60 € 1
…mit Sachbeschädigung 75 € 1
Tier vom KFZ aus geführt 5 €
Tier ohne Begleiter auf die Straße gelassen
Tier vom KFZ aus geführt 5 €
…mit Gefährdung 5 €
…mit Sachbeschädigung 10 €

Hund im Auto sichern. Die Transportbox und der Gurt

Den Hund im Auto zu sichern, ist eigentlich nicht aufwendig – je nach Größe des Tiers und des Autos stehen dem Autofahrer verschiedene Optionen zur Wahl:

Die Transportbox
Die Transportbox gibt es in verschiedenen Varianten, von der fest im Kofferraum eingebauten Alu-Box bis hin zur tragbaren Stoffvariante. Besonders sicher ist natürlich die Aluminium-Box, allerdings nimmt sie je nach Größe Ihres Hundes einen großen Teil des Kofferraums ein. Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt beachten, dass die Maße der Box für ihr Auto passend sind.

Flexibler sind Sie mit der Stoffvariante, die es als Tragetasche, aber auch als durchaus stabile Box gibt. Pluspunkte dieser Variante: Sie können die Box außerhalb des Autos als mobilen Schlafplatz für Ihren Liebling nutzen. Sollte ihr Hund einmal operiert werden, haben Sie eine gewohnte Box parat, in der er seine Narkose ausschlafen kann. Die Stoffbox sollten Sie im Auto allerdings immer noch einmal gesondert sichern, beispielsweise mit einem Gurt.


Transport im Kofferraum mit Hundegitter
Gerade für sehr große Hunderassen ist eine Box oft zu klein. Für Dogge, Schäferhund und Co. eignet sich eher der Transport im Kofferraum, der durch ein Hundegitter vom restlichen KFZ getrennt ist. Wichtig: Damit ihr Hund beim Öffnen der Kofferklappe nicht unerwartet auf die belebte Straße springt, sollten Sie ihn während der Fahrt zudem mit einer Leine sichern.

Das Autogeschirr und der Hundesicherheitsgurt
Fährt man mit dem Hund in Urlaub, braucht man den Kofferraum mitunter für Gepäck. Wohin also mit Bello? Wenn auf dem Rücksitz noch Platz ist, können Sie Ihren Hund dort transportieren, aber auch hier gilt: Nicht ohne Sicherung. Für die verschiedensten Größen gibt es inzwischen Hundesicherheitsgurte und Autogeschirre, die sich einfach in das im Auto eingebaute Gurtschloss klicken lassen. Aber kaufen Sie qualitativ hochwertig: Das Geschirr sollte gut gepolstert sein, Karabiner und Klicker für den Hundesicherheitsgurt stabil und auf das Gewicht Ihres Vierbeiners angepasst.



Der Hundeautositz
Für kleinere Hunde eignet sich außerdem der Hundeautositz: Er lässt sich sicher an der Rückbank befestigen bietet einen eingebauten Sicherheitsgurt für den Hund. Anders als bei der Transportbox kann der Hund allerdings gut aus dem Sitz heraus schauen. Zugleich schützt der Autositz die Rückbank vor Hundehaaren und Kratzern.

§ 28 Tiere in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)

Hund im Auto

  1. Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße freizuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden.
  2. Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden:
    1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
    2. beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.

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Post zuletzt aktualisiert: 25. September 2014

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