Der Hund ist das Lieblingshaustier der Deutschen: 9,8 Millionen Deutsche lebten 2013 in einem Haushalt mit Hund. Und ob Urlaub oder Tierarztbesuch – gelegentlich muss der Hund im Auto mitfahren. Doch welche Regeln gelten für Bello als Beifahrer?
Grundregel Nummer 1: Der Hund ist im Auto wie jedes andere Tier auch zu sichern. Das ist nicht nur eine Vorsichtsmaßnahme, die den besten Freund des Menschen bei Unfällen schützt, sondern steht so in der StVO. Ebenfalls verboten: Den Hund neben dem Auto herlaufen lassen („das Tier vom KFZ aus führen“) und den Hund ohne Hundehalter auf die Straße lassen. Für Autofahrer, die dagegen verstoßen, kann es mitunter teuer werden.
| Verstoß | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Tiere nicht ausreichend gesichert | 35 € | |
| …mit Gefährdung | 60 € | 1 |
| …mit Sachbeschädigung | 75 € | 1 |
| Tier vom KFZ aus geführt | 5 € |
Tier ohne Begleiter auf die Straße gelassen
| Verstoß | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Tier vom KFZ ausgeführt | 5 € | |
| …mit Gefährdung | 5 € | |
| …mit Sachbeschädigung | 10 € |
Bei Hitze keine Tiere im Fahrzeug zurück lassen
Ein Hund, der sich in einem durch Sonne aufgeheizten Auto befindet, gerät schnell in Lebensgefahr. Den Tieren drohen bereits nach kurzer Zeit Organschäden oder ein Herzstillstand. Auch ein leicht geöffnetes Fenster hilft nicht. Deshalb gilt: Niemals Tiere im Fahrzeug zurück lassen.
Hunde haben keine Schweißdrüsen auf der Haut und können nur über die Zunge oder die Ballen der Pfoten schwitzen. Abkühlung verschaffen sie sich über Hecheln. Der ADAC empfiehlt, beim Transport eines Tieres immer einen Wasservorrat mitzuführen. Auch ein im Schatten abgestelltes Auto kann durch wandernde Sonnenstrahlen stark aufgeheizt werden.

Entdecken Passanten einen Hund im Auto, sollten sie die Polizei rufen, wenn der Halter nicht zu finden ist. Auf einem Supermarktparkplatz kann man den Besitzer des Wagens ausrufen lassen. Dem Tierhalter droht dann eine Strafe wegen Tierquälerei. Muss die Polizei ein Tier befreien, trägt der Halter die Kosten. Neure Fahrzeug wie der Tesla besitzen eine Klimaanlage und halten die richtige Temperatur für den Hund.
Auch für Menschen kann die Sommersonne eine Gefahr darstellen. Achtung: Im Innenraum eines Autos, bei direkter Sonneneinstrahlung, kann sich die Temperatur auf mehr als 60 Grad Celsius aufheizen.
Autofahrer werden dann rasch müde und unkonzentriert. Dadurch steigt das Unfallrisiko stark an. Deshalb sollten Fahrten in der Mittagshitze vermieden werden – längere Autofahrten passen besser in die Morgen- oder Abendstunden.
Hund im Auto sichern. Die Transportbox und der Gurt
Zur Erinnerung: Schon ein Hund, der 20 Kilogramm wiegt, wird bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zu einem lebenden Geschoss mit einer Durchschlagskraft von 600 kg. Kleine Hunde können auch zur Gefahr werden, indem sie den Fahrer ablenken oder in den Fußraum krabbeln.
Nach Erfahrungen der Unfallforscher werden die Verzögerungskräfte, die bei einem Unfall auftreten können, meist unterschätzt. Durch das plötzliche Stoppen bei einem Frontalaufprall können im Stadtverkehr je nach Geschwindigkeit Verzögerungen bis zum 17fachen der Erdbeschleuningung und auf der Autobahn bis zum 40fachen auftreten. Um solch eine Gefahr für Mensch und Tier zu vermeiden, rät der Sicherheitsexperte Carsten Reinkemeyer deshalb dazu, den Hund nie ungesichert im Auto mitzunehmen; Abgesehen davon, dass der Gesetzgeber eine solche Sicherung ohnehin fordert.
Den Hund im Auto zu sichern, ist eigentlich nicht aufwendig – je nach Größe des Tiers und des Autos stehen dem Autofahrer verschiedene Optionen zur Wahl:
Die Transportbox
Die Transportbox gibt es in verschiedenen Varianten, von der fest im Kofferraum eingebauten Alu-Box bis hin zur tragbaren Stoffvariante. Besonders sicher ist natürlich die Aluminium-Box, allerdings nimmt sie je nach Größe Ihres Hundes einen großen Teil des Kofferraums ein. Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt beachten, dass die Maße der Box für ihr Auto passend sind.
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Flexibler sind Sie mit der Stoffvariante, die es als Tragetasche, aber auch als durchaus stabile Box gibt. Pluspunkte dieser Variante: Sie können die Box außerhalb des Autos als mobilen Schlafplatz für Ihren Liebling nutzen. Sollte ihr Hund einmal operiert werden, haben Sie eine gewohnte Box parat, in der er seine Narkose ausschlafen kann. Die Stoffbox sollten Sie im Auto allerdings immer noch einmal gesondert sichern, beispielsweise mit einem Gurt.
Transport im Kofferraum mit Hundegitter
Gerade für sehr große Hunderassen ist eine Box oft zu klein. Für Dogge, Schäferhund und Co. eignet sich eher der Transport im Kofferraum, der durch ein Hundegitter vom restlichen KFZ getrennt ist. Wichtig: Damit ihr Hund beim Öffnen der Kofferklappe nicht unerwartet auf die belebte Straße springt, sollten Sie ihn während der Fahrt zudem mit einer Leine sichern.
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Das Autogeschirr und der Hundesicherheitsgurt
Fährt man mit dem Hund in Urlaub, braucht man den Kofferraum mitunter für Gepäck. Wohin also mit Bello? Wenn auf dem Rücksitz noch Platz ist, können Sie Ihren Hund dort transportieren, aber auch hier gilt: Nicht ohne Sicherung. Für die verschiedensten Größen gibt es inzwischen Hundeschutzgurt und Autogeschirre, die sich einfach in das im Auto eingebaute Gurtschloss klicken lassen. Aber kaufen Sie qualitativ hochwertig: Das Geschirr sollte gut gepolstert sein, Karabiner und Klicker für den Hundesicherheitsgurt stabil und auf das Gewicht Ihres Vierbeiners angepasst.
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Der Hundeautositz
Für kleinere Hunde eignet sich außerdem der Hundeautositz: Er lässt sich sicher an der Rückbank befestigen bietet einen eingebauten Sicherheitsgurt für den Hund. Anders als bei der Transportbox kann der Hund allerdings gut aus dem Sitz heraus schauen. Zugleich schützt der Autositz die Rückbank vor Hundehaaren und Kratzern.
§ 28 Tiere in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)

- Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße freizuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden.
- Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden:
- beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
- beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.
Weitere Links:
- Anzahl der Haustierbesitzer in Deutschland
- Bremscheck vor dem Urlaub
- Dachboxen Ratgeber
- Urlaub Autoreise Checkliste
Häufige Fragen
Der Hund darf den Verkehr nicht gefährden und muss gehorchen, siehe Paragraph 28 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Vielbefahrene Straßen meidet man am besten, da diese einen Stressfaktor für Mensch und Tier darstellen. Am sichersten läuft der Hund rechts neben dem Fahrrad, wo er am besten geschützt ist. Spezielle Leinen für Fahrradfahrer dämpfen ein abruptes Ziehen des Hundes oder lösen bei zu starker Belastung die Verbindung, beispielsweise durch einen Klettverschluss. Dadurch verhindern sie einen Sturz des Fahrers. Spezielle Gestänge sorgen zudem für einen ausreichenden Abstand zum Fahrrad. Passende Produkt wie eine Fahrradleine oder ein Gestänge gibt es im Fachhandel. Für längere Touren gibt es spezielle Fahrradkörbe oder Hunde-Anhänger. Bei Dunkelheit sollte auch der Hund und die Leine mit retroreflektierenden Elementen erkennbar gemacht werden.
Dein Hund darf auf dem Rücksitz, hinter dem Vordersitz oder im Laderaum des Fahrzeugs Platz nehmen aber nicht auf dem Beifahrersitz. Als Autofahrer bist du verpflichtet, das Tier im Auto gut zu sichern. Zum Beispiel mit einem Anschnallgurt für Hunde, einem Hundesitz oder einer Transportbox.
In Spanien und Italien gibt es eine besondere Sicherungspflicht für Hunde im Auto. Das Tier darf nur im Fahrzeuge reisen wenn es sich in einer Hundetransportbox oder durch eine stabile Trennwand im Pkw gesichert ist.
Am sichersten gibt der Fußraum hinter dem Vordersitz. Da haben allerdings nur kleine Hund platz. Besser ist es den Hund auf dem Rücksitz oder im Kofferraum unterzubringen.