Deutsch-türkische Freundschaft: Ford Transit wird im Werk restauriert

Ford hilft dem Kölner Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) bei der Restaurierung eines alten Transit. Das Fahrzeug befand sich nach einem Einsatz als Ausstellungsstück lange Zeit auf einem Stellplatz in der Stadt und wurde nun ins Werk gebracht. Dort wird der Wagen von DOMiD-Mitarbeitern für das Museum restauriert.

Der Transporter war in den 1970er- und 1980er-Jahren als Auto einer türkischen Familie in Deutschland unterwegs, bevor ihn sein Besitzer in die Türkei brachte. Dort schlug der Ford Transit ein neues Kapitel in seinem Autoleben auf. Als Sammeltaxi – auf Türkisch „Dolmus“ – spulte er auf Istanbuls Straßen noch mehrere hunderttausend Kilometer ab. Das Dokumentationszentrum erwarb das Auto 2005 für seinen Archivbestand, wo es als fahrbares Ausstellungsstück Migrationsgeschichte verkörpert.

Ford Transit restauration
Der Ford Transit wird zum Transport ins Kölner Werk verladen zur restauration gebracht.

Die ersten Fahrzeuge mit der Bezeichnung Transit verließen 1961 die Werkstore. Zur selben Zeit kamen die ersten türkischen Gastarbeiter in die Bundesrepublik. Der Ford-Transporter ist damit genauso alt wie das deutsch-türkische Anwerbeabkommen. Für die damals ins Land geholten Arbeitsmigranten war der Transit ein besonderes Symbol: Er war nicht nur ein fahrbarer Untersatz, der viel Platz für Familie bot, sondern auch treuer Begleiter auf dem langen Weg in den Heimaturlaub. Viele der damals gebauten Modelle fanden so ihren Weg in die Türkei.

Heute kommt der Ford Transit für Deutschland selbst aus der Türkei. Im April 2010 verließ das sechsmillionste Exemplar das Werk in Kocaeli. (ampnet/jri)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2017

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