3 Tipps zur Oldtimer Restauration

Oldtimer haben auf deutschen Straßen einen Sonderstatus. Aus diesem Grund erfolgt die Anerkennung eines Fahrzeugs als Oldtimer nur unter bestimmten Voraussetzungen. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist eine Nutzung als Oldtimer möglich. In diesem Zusammenhang profitieren Sie von einigen Erleichterungen. So brauchen Sie für das Fahrzeug keine Kraftfahrzeugsteuer mehr zu zahlen. Die Vorstellung des Wagens beim TÜV ist ebenfalls nicht mehr notwendig.

Fahrzeug in den ursprünglichen Zustand versetzen

Für die Anerkennung des Oldtimerstatus muss das Fahrzeug mindestens ein Alter von 30 Jahren haben. Maßgeblich ist das Zulassungsdatum. Darüber hinaus ist eine alltägliche Nutzung nicht vorgesehen. Möchten Sie beispielsweise mit dem Auto regelmäßig zur Arbeit fahren, können Sie den Oldtimerstatus nicht bekommen. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Anerkennung des Oldtimerstatus ist die Originalität aller Anbauteile. Das Fahrzeug sollte sich quasi im Auslieferungszustand befinden. Eine Veränderung von Anbauteilen oder ein Ersatz durch andere Komponenten kann zu einer Ablehnung des Oldtimerstatus führen. Um den Status dennoch zu erhalten, empfiehlt sich eine Restauration. Es ist auch bei sehr alten Fahrzeugen möglich, den originalen Zustand wiederherzustellen. Dafür sollte das Fahrzeug komplett in seine Einzelteile zerlegt, aufgearbeitet, instandgesetzt, neulackiert und montiert werden. Diese Tipps sollen Ihnen helfen, Ihren Oldtimer fachgerecht und original wieder aufzubauen.

1. Die Karosserie überarbeiten oder wiederherstellen

Die Karosserie ist in Bezug auf die Optik eines Fahrzeugs das entscheidende Kriterium. Sie besteht aus Anbauteilen, die grundsätzlich einzeln austauschbar sind. Bei einem Oldtimer besteht jedoch das Problem, dass die originalen Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind. Der moderne Karosseriebau ermöglicht jedoch die Fertigung von einzelnen Elementen, bei denen ein Austausch notwendig ist. Experten für 3D Messtechnik können mit modernsten Methoden nahezu jedes Anbauteil der Karosserie im Original wiederherstellen. Wenn Sie einen Oldtimer restaurieren möchten und Anbauteile benötigen, wenden Sie sich an eine Fachfirma, die Teile mittels 3D-Messtechnik fertigt. So lässt sich bei Bedarf auch eine komplette Karosserie wiederherstellen. Sollte eine Aufarbeitung der originalen Anbauteile nicht mehr möglich sein, ist die Fertigung einzelner Teile mittels moderner Messtechnik die beste Alternative für die Wiederherstellung der Karosserie eines Oldtimers.

2. Den Innenausbau überprüfen

Auch das Innenleben des Fahrzeugs sollte sich für die Anerkennung als Oldtimer in einem originalen Zustand befinden. Dies betrifft alle Anbauteile:

  • Armatur mit den Messgeräten
  • vordere und hintere Sitze
  • Teppiche oder Beläge im Fußraum
  • Türverkleidungen
  • Himmel des Fahrzeugs und Kofferraumabdeckung

Hier kann es mitunter schwierig sein, passende Teile zu beschaffen. Sie können sich jedoch an Unternehmen wenden, die eine Fertigung originaler Ersatzteile für den Innenbereich von Fahrzeugen anbieten. In vielen Fällen ist es möglich, den originalen Zustand des Innenraums wiederherzustellen.

3. Motor und Technik in den Ori­gi­nal­zu­stand versetzen

Der Motor und die technischen Anbauteile des Oldtimers müssen sich zwingend im Ausgangszustand zum Zeitpunkt der Fertigung befinden. Dies bedeutet, dass Sie die Leistung und einzelne Teile der Technik nicht verändern dürfen. Sollte ein Vorbesitzer Veränderungen vorgenommen haben, ist es wichtig, dass Sie diese rückgängig machen. Nehmen Sie unter Umständen die Hilfe einer Fachwerkstatt in Anspruch. Es gibt vor allem in größeren Städten freie Werkstätten, die Hilfe bei der Restaurierung von Oldtimern und speziell mit der Wartung und Instandsetzung der Technik anbieten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 23. Mai 2020